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Borna Regis: Kosten für neue Kita liegen gut im Plan – aber sechs Wochen Verzug
Region Borna Regis: Kosten für neue Kita liegen gut im Plan – aber sechs Wochen Verzug
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00:17 21.04.2017
Ein Mitarbeiter der Firma Steimle bereitet an der künftigen neuen Kindertagesstätte in Regis-Breitingen eine Schalung vor. Der Bau hat sechs Wochen Verzug. Quelle: Jens Paul Taubert
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Regis-Breitingen

Nach der jüngsten Runde zur Vergabe von Aufträgen für die neue Kindertagesstätte im Stadtrat von Regis-Breitingen zeigt sich: Finanziell liegt das Vorhaben ganz gut im Rahmen, zeitlich hinken die Bauleute dem Plan hinterher.

Bis auf die Außenanlagen und die Erstausstattung sind die Aufträge für das derzeit größte Bauvorhaben in der Pleißestadt unter Dach und Fach. Das teilte Planer und Baubetreuer Christian Strauß auf der jüngsten Stadtratssitzung mit. Und machte eine Rechnung auf, die die Abgeordneten ganz gern gehört haben mögen. Beim Vergleich der summierten Kosten aller vergebenen Aufträge mit den entsprechenden Posten der knapp zwei Jahre alten Kostenberechnung liege man nur rund 2,3 Prozent über der Berechnung. Und das, obwohl es zwischenzeitlich eine Umplanung gab, durch die die Kapazität der Einrichtung um zehn Prozent erhöht wurde.

Aktuell vergab der Stadtrat fünf Aufträge mit einem Wertumfang von zusammen knapp 99 000 Euro. Diskussionen löste dabei das Gewerk Bodenbelagsarbeiten aus. Hier lag der günstigste Anbieter mehr als 20 Prozent unter der Kostenberechnung des Borsdorfer Büros und das mit großem Abstand zu den nächst platzierten Bietern. Strauß begründete die Abweichung damit, dass ein Teil der Leistung einem anderen Auftrag zugerechnet wurde, wodurch hier der Umfang sinke. Außerdem sprach er sich lobend für das Unternehmen aus Markkleeberg aus. Mit der Firma hätte sein Büro schon oft zusammengearbeitet, sie sei zuverlässig und liefere hohe Qualitäten.

Ganz anders das Bild beim Auftrag für die Bauendreinigung. Während bei den klassischen Bauaufträgen immer mehrere Angebote vorlagen, scheint der Markt im Reinigungsgewerbe gesättigt zu sein. Erst in der zweiten Runde und nach mehreren Anfragen in Firmen lag den Planern überhaupt ein einziges Angebot vor. Und das liegt mit seinem Preis von rund 3600 Euro um gut ein Drittel über der Kostenberechnung. Das ist prozentual zwar viel, stört wegen der vergleichsweise geringen Summe aber die ansonsten positive Bilanz nicht, wie Strauß erklärte.

Der den Stadträten obendrein versicherte, auch bei den letzen noch folgenden Ausschreibungen und den Abrechnungen werde sein Büro streng auf die Kosten achten: „Wir werden nach wie vor um jeden Cent kämpfen.“ Was für die Stadt auf jeden Fall wichtig ist, denn bei förderfähigen Kosten von rund 1,7 Millionen kann Regis-Breitingen mit Zuschüssen nur etwa in Höhe der Hälfte rechnen. Und insgesamt dürfte der Bau noch etliche Tausender mehr kosten, die die Stadt allein zu tragen hat.

Nicht ganz so gut liegt das Vorhaben terminlich im Rennen. Eigentlich sollte nach der Weihnachtspause gleich am 9. Januar weitergebaut werden. Wegen des Winterwetters nahmen die Bauleute die Arbeit aber erst am 20. Februar wieder auf. „Wir haben sechs Wochen Bauverzug“, räumte Architekt Christian Strauß ein. Weswegen der Fertigstellungstermin neu festgelegt wurde. Bisher war von Anfang Oktober die Rede, jetzt sieht der geänderte Bauzeitenplan den 24. November als Tag der Inbetriebnahme der neuen Einrichtung vor. Vorher steht aber noch schon eine Feier an: Am 10. Mai ist Richtfest.

Von André Neumann

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