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Regis hat seine Schule

Regis hat seine Schule

Eher einem schwedischen Ferienhaus als einer deutschen Bildungsstätte gleicht der Neubau der Grundschule in Regis-Breitingen. Vielleicht unterbrachen Schüler, Lehrer und Politprominenz gestern auch deshalb ihre Ferien gern, um die neue Schule im Pleißestädtchen feierlich ihrer Bestimmung zu übergeben.

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Schulleiterin Undine Winkler und Bürgermeister Thomas Kratzsch halten stolz den Schlüssel in der Hand, den die Firma Opitz extra für die Einweihungsfeier anfertigte.

Quelle: Jakob Richter

Regis-Breitingen. Damit hat das zähe Ringen um den Schulneubau seit 2008 ein glückliches Ende gefunden. „Manchmal werden Träume wahr, wenn man ganz fest daran glaubt", brachte es Schulleiterin Udine Winkler auf den Punkt.  Mit einem Blick in die Geschichtsbücher erinnerte CDU-Landtagsmitglied Georg-Ludwig von Breitenbuch daran, dass Regis im Jahr 929 das erste Mal erwähnt wurde. „Um 1540 in Folge der Reformation, gab es in Regis die erste Schule", sagte er. Dass in der bald 1100 Jahre alten Stadt jetzt eine Schule neu gebaut wurde, zeige deutlich, dass die kommunale Ebene ihre Möglichkeiten zum Handel und Gestalten erkannt und genutzt habe. Die Landtagsabgeordnete Anja Jonas (FDP) und von Breitenbuch hatten sich für Schulneubaufördermittel stark gemacht. Für das in zehn Monaten errichtete Gebäude waren 28 Lose öffentlich ausgeschrieben worden. Damit wurde regionalen Unternehmen eine Chance gegeben", verdeutlichte Torsten Markurt vom beauftragten Achitekturkontor. An Dresden gerichtet, verkündete er, dass die Schule für 1,2 Millionen Euro gebaut wurde. 75 Prozent der Summe seien gefördert worden. „Es gibt Kommunen, die derartige Schulen für das Doppelte bauen", mahnte er an. Auch in Sachen regenerative Energien nimmt Regis-Breitingen eine Vorreiterrolle ein. Zu 80 Prozent werde Solarenergie für das neue Schulhaus verwendet. „Ich bin beeindruckt, wie preiswert und doch nicht billig in Regis-Breitingen gebaut wurde", entgegnete Thomas Rechentin, Ministerialdirigent im Kultusministerium Dresden. Für den Leiter der Regionalstelle Leipzig der Sächsischen Bildungsagentur, dem 300 öffentliche Schulen in der Landesdirektion Leipzig unterstehen, war die Einladung zur Schuleröffnung in einer Vorbereitungswoche ein Novum. „Eigentlich werde ich in dieser Woche nur mit Problemen konfrontiert", meinte Ralf Berger. Besonderen Dank richtete er an die fünf Lehrer der Schule, die mit vielen Helfern und dem Hort für ein ansprechendes Programm gesorgt hatten. „Das spricht für das Engagement der Pädagogen. So ein Programm kann man nicht über Nacht erstellen." Heike Buchheim, Geschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt Leipziger Land, bedankte sich bei der Stadt Regis-Breitingen, die ein großes Herz für Kinder habe. „Wir freuen uns, dass die Hortbetreuung in der Regie der Awo bleibt. Für die Schule spricht, dass das Landesjugendamt die Betriebserlaubnis für 120 Plätze ausgesprochen hat", sagte sie. Eine Schuleinweihung sei immer wieder etwas Besonderes. Das sieht auch Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) so. „2013 werden wir in Borna-Nord ebenso eine Grundschule eröffnen. Allerdings ist sie nicht wie in Regis-Breitingen einzügig, sondern vierzügig ausgelegt." Gestern Nachmittag konnte nach der Prominenz auch die Bevölkerung einen Blick in die neue Schule werfen, bevor am Sonnabend ab 10 Uhr die 17 Erstklässler feierlich das Gebäude in Besitz nehmen. Ab Montag werden dann insgesamt 78 Schüler der ersten bis vierten Klasse hier lernen, spielen, kreativ sein und Erfahrungen fürs Leben sammeln. „Bei den vielen Ganztagsangeboten, den Hortaktivitäten und dem Umfeld werden wir die Kinder erinnern müssen, dass sie zu Hause erwartet werden", sagte Bürgermeister Thomas Kratzsch (CDU-Mandat). „Die Grundschule ist ein wichtiger Bestandteil in unserem Kampf, die Mittelschule in Regis-Breitingen zu erhalten", fügte er hinzu.

Cornelia Braun

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