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Regis will Gespräche nicht belasten

Regis will Gespräche nicht belasten

Regis-Breitingen/Neukieritzsch. Die Stadt Regis-Breitingen legt jetzt offiziell Widerspruch gegen die vom Landratsamt verfügte Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft mit Deutzen ein.

Gleichzeitig denkt man über die eigene Zukunft ohne Deutzen nach und sucht dafür das Gespräch mit Neukieritzsch.

 

 

Um die Gespräche mit Neukieritzsch nicht unnötig zu belasten, beschloss der Stadtrat auf seiner jüngsten Sitzung am Dienstagabend zwar den Widerspruch, der nächste Woche beim Landratsamt eingereicht werden soll. Die Begründung bleibt die Pleißestadt aber noch schuldig. Die soll später nachgereicht werden. Zu dieser Vorgehensweise hat auch der frühere sächsische Innenminister und Rechtsanwalt Klaus Hardrath geraten, dessen Kanzlei laut Stadtratsbeschluss mit der Formulierung des Widerspruchs beauftragt wird. "Es geht darum", sagte Bürgermeister Wolfram Lenk (Linke) vor dem Stadtrat, "dass wir uns benachteiligt fühlen, dass unsere Interessen nicht ausreichend berücksichtigt wurden."

Wie lange sich Regis-Breitingen mit der Widerspruchsbegründung Zeit lassen kann, dürfte auch von einem Zusammentreffen Lenks und einiger Stadträte mit Landrat Gerhard Gey (CDU) abhängen, der sich jetzt offenbar persönlich in die Angelegenheit einschaltet. Am 1. Oktober, kündigte Lenk an, wollen Gey und vermutlich auch Kommunalamtschef Klaus-Thomas Kirstenpfad ins Rathaus von Regis-Breitingen kommen, um über die Zukunft der Pleißestadt zu sprechen.

Gegenüber dem Neukieritzscher Bürgermeister Henry Graichen (CDU) hat Lenk ebenfalls den Wunsch nach einem Gespräch auf der Ebene der Gemeindeparlamente geäußert. Aus Regiser Sicht solle dabei auch über die Möglichkeit einer großen ländlichen Gemeinde gesprochen werden, zu der Neukieritzsch und Regis-Breitingen sich zusammenschließen könnten. Darüber war auch schon in der Vergangenheit gesprochen worden. Neukieritzsch hatte es aber bislang abgelehnt, sich auf einen Termin festzulegen, wollte sich zunächst nur auf die Eingemeindung von Deutzen konzentrieren. In dieser Hinsicht glaubt Graichen bei seinem Gemeinderat auch jetzt keine geänderte Auffassung zu erkennen. Dennoch will er dem Gemeindeparlament am Dienstag die Gesprächsanfrage aus Regis-Breitingen unterbreiten.

Auf Verwaltungsebene laufen bereits die Abstimmungen zwischen Regis-Breitingen und Neukieritzsch. Am 10. September hatten sich Bürgermeister und Amtsleiter erstmals getroffen, um über die Abwicklung des Übergangs von Deutzen aus der Verwaltungsgemeinschaft nach Neukieritzsch zu reden. Schwierigstes Thema aus Regiser Sicht ist die Organisation der eigenen Verwaltung, da Personal an Neukieritzsch abgegeben werden muss, dass 1992 im Zuge der Verwaltungsgemeinschaft übernommen worden war. Aus Neukieritzscher Sicht geht es zum Beispiel um haushalttechnische Frage, die jetzt noch von Regis-Breitingen aus für Deutzen bearbeitet werden oder um die Neuorganisation des Standesamtsbezirkes. Dabei, sagt Graichen, werde jetzt schon überlegt, welche Aufgaben man gemeinsam auf größerer Ebene erledigen kann.

Den Widerspruch mit noch ausstehender Begründung beschloss der Stadtrat von Regis-Breitingen mit 15 Ja-Stimmen, einer Gegenstimme und einer Enthaltung.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.09.2013

Neumann, André

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