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Regiser Badvereinschef: „Wir können nächstes Jahr wieder aufmachen“

Saison-Rückblick Regiser Badvereinschef: „Wir können nächstes Jahr wieder aufmachen“

Nach sehr verhaltenem Start zählte der Freibadverein von Regis-Breitingen am Schluss doch noch mehr als 12 000 Besucher im Bad. Das Planschbecken, das in diesem Jahr noch einmal repariert werden konnte, bleibt ein Dauerthema. Doch fest steht: Das Bad kann nächstes Jahr wieder aufmachen.

Im Spätsommer genossen auch diese Mädchen das Badevergnügen in Regis-Breitingen.

Quelle: René Beuckert

Regis-breitingen. Am Ende wurde dann doch noch alles gut. Und Sascha Kipping, der Vorsitzende des Freibadvereins von Regis-Breitingen kann die Saison mit einer erfreulichen Botschaft beschließen: „Wir können im nächsten Jahr wieder aufmachen.“ Dazu, erklärt er, sei nämlich ein gewisser finanzieller Grundstock erforderlich. Und der, das ergab eine erste Überschlagsrechnung, ist am Saisonende hängen geblieben.

Dabei sah es in den ersten Wochen der Saison überhaupt nicht gut aus. Anfang August, als die Schulferien schon vorüber waren, hatte man im Freibad noch keine 7000 Besucher gezählt. 7000, das ist ein Zahl, die man hier mal hatte, als es ganz schlecht lief. „Damals dachten wir“, erinnert sich der Vereinsvorsitzende, „das geht in diesem Jahr schief.“ Doch dann drehte der Sommer bekanntlich noch einmal richtig auf. Und das glich in den letzten anderthalb Monaten der Saison die magere Bilanz noch aus. So dass die Statistik für dieses Jahr dann doch noch 12.224 Badegäste aufweist. Und die Zahl klingt viel freundlicher, liegt im guten Mittel, wie Kipping sagt. Da machte es auch nichts, dass die Besucher an den letzten Tagen der Saison, als der Sommer sich ziemlich plötzlich verabschiedete, an zwei Händen abgezählt werden konnten: Am wechselhaften Freitag der vorigen Woche waren es noch sieben, am verregneten Sonnabend wollte niemand mehr schwimmen. Dabei herrschte immerhin noch eine Wassertemperatur von 22 Grad Celsius.

Die diesjährige Maximaltemperatur hatten die Schwimmmeister am 27. Juli eingetragen: 27 Grad. Die tageweise meisten Besucher zählte das Personal aber erst einen Monat später: Am 26., 27. und 28. August kamen täglich jeweils mehr als 500 Besucher.

Für Schwimmmeister Andreas Erlewein und seinen Kollegen ist die Saison indes noch nicht ganz beendet. Schließlich muss das Bad noch winterfest gemacht werden. Im Technikkeller für die Wasseraufbereitung sind Rohre und Leitungen zu entleeren und zu spülen. Der Großteil des Wassers bleibt im Becken. Abgelassen wird so viel, dass die Edelstahlrinne am oberen Beckenrand im Winter nicht vom Eis beschädigt werden kann. Die Einstiegsleitern werden ebenfalls geschützt. Die Rettungsringe werden abgenommen und eingelagert und die Trennleine, die im großen Edelstahlbecken den Nichtschwimmer- vom Schwimmerbereich trennt, liegt schon neben dem Becken. Sie muss ersetzt werden. Sonne und Chlor haben den Schwimmkörpern auf dem Seil zugesetzt, aber auch spielende Kinder und Jugendliche.

Eine andere größere Investition schiebt der Förderverein immer noch vor sich her. Die in ein neues Planschbecken. Sah es vor der Saison so aus, als müssten Besucher mit kleinen Kindern in diesem Jahr ganz darauf verzichten, gelang dann doch noch eine Reparatur und im Juni konnte darin gebadet werden. Eine Dauerlösung ist das jedoch nicht. „Die Stadt hat die Planung für ein neues Planschbecken in Auftrag gegeben, wir kümmern uns um Fördermittel“, sagt Kipping und fügt optimistisch hinzu: „Es sieht ganz gut aus.“ Obgleich er nicht sagen könne, ob schon 2017 etwas aus dem neuen Becken wird.

Den rund 60 Mitgliedern des Freibadvereins, der das Bad seit 2005 betreibt, steht bei der nächsten Jahreshauptversammlung eine Vorstandswahl bevor. Sascha Kipping, der den Verein seit 2009 führt, hat für sich schon entschieden, weiterzumachen. Gleiches hofft er auch von seinen Mitstreitern im Vorstand, denn der Andrang auf diese Funktionen ist, wie fast überall in ehrenamtlichen Vereinen, klein. Unter den Mitgliedern sind rund 15 Aktive, die vor, während und nach der Saison den Betrieb absichern. Wobei, das freut Sascha Kipping besonders, immer wieder auch Hilfe von Regisern kommt, die nicht zum Verein gehören. Das geht so weit, das jemand ungefragt mit seinem Rasentraktor die Parkplatzwiese mäht.

Von André Neumann

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