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Borna Regiser Zahntechniker unterstützen Kinderhaus
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20:45 26.09.2018
Sascha Kipping (l.) bemalt mit Mädchen und Jungen vom Bornaer Kinderhaus "Pestalozzi" größere Gipszähne als Stifthalter. Quelle: Olaf Krenz
Regis-Breitingen

Das hatten die Jungen und Mädchen noch nie gesehen. Zahnersatz, Kronen und Brücken, die Schäden am menschlichen Gebiss beseitigen. Die sieben vom Kinderhaus „Pestalozzi“ Borna waren zu Gast in der Zahntechnischen Meisterwerkstatt in Regis-Breitingen. Und überaus interessiert.

Besucher schauen sich neugierig um

„Wie klein ist denn die Schraube“, staunten sie, als Sascha Kipping, der das Dentallabor mit Stephan Zeitler leitet, ihnen zeigte, wie ein Implantat im Kiefer befestigt wird. Mit großen Augen schauten sie auf die Zahnabdrücke, künstlichen Gebisse sowie die Maschinen, CAD/CAM-Fräsen, mit denen der Ersatz teils vollautomatisch produziert wird.

Der Mundschutz muss natürlich ausprobiert werden. Mädchen und Jungen vom Bornaer Kinderhaus „Pestalozzi“ schauen sich in der Zahntechnischen Meisterwerkstatt Kipping & Zeitler in Regis-Breitingen um. Die Firma hat bei der Feier zu ihrem 20. Geburtstag 1355 Euro für die Einrichtung gesammelt. Quelle: Olaf Krenz

Kipping hatte die Kinder mit Hausleiterin Urte Fischer und Stellvertreterin Kathrin Berger im Nachgang der Feier zum 20. Firmenjubiläum eingeladen. Zuvor hatte er die rund 130 Geburtstagsgäste – vor allem Zahnärzte und Unternehmenspartner – gebeten, auf Geschenke zu verzichten. „Ist ja häufig das Falsche, und Alkohol trinke ich nicht“, sagte er seinen jungen Besuchern lächelnd.

Kleine Party zur Übergabe

Stattdessen hatte er Spenden fürs Kinderheim gesammelt. 1355 Euro waren zusammengekommen. Die übergab er nun. Zudem hatte er Basteleien, Roster zum Grillen und Getränke für eine kleine Party vorbereitet. Die Kinder konnten fast faustgroße Gipszähne als Stifthalter bemalen.

„Wir kennen Herrn Kipping schon länger“, sagte Urte Fischer. Sie folgen gern der Einladung des langjährigen Chefs des Fördervereins, jetzt Schatzmeister, ins Regiser Freibad. Da sei es richtig schön, auch für die verhaltensauffälligen Kinder. „Und wir bekommen immer ein Eis“, warf ein Mädchen ein. Bei Gesprächen dort habe er erfahren, dass Unterstützung benötigt wird, so Kipping.

Geld für Kühlschrank und Sandkasten

Das Geld könnte den größten und den kleinsten Bewohnern des Kinderhauses zugute kommen, meinte Fischer. Die Jugendlichen der Verselbstständigungswohngruppe wünschen sich einen Kühlschrank mit abschließbaren Fächern, weil ihnen bisher Jüngere häufig leckere Sachen stibitzen, die nur selten im Budget möglich sind. Und die beiden zweijährigen Jungs sowie drei vier- und fünfjährige Mädchen sollen einen neuen riesigen Sandkasten erhalten.

Meisterwerkstatt hat 24 Mitarbeiter

Die Zahntechnische Meisterwerkstatt hatten Kipping und Zeitler, eigentlich Schlosser sowie Instandhalter, jeweils mit Abitur, nach einer Umschulung 1998 gegründet. 2002 zog die Firma aus dem umgebauten Keller eines Wohnhauses ins Gewerbegebiet an der Blumrodaer Straße. Inzwischen arbeiten 24 Menschen hier.

Stammkunden gibt es bundesweit. Unter anderem weil das Regiser überregional eins der wenigen Labore ist, dass sich auf Zahnersatz für Allergiepatienten spezialisiert hat. „Metallfrei, nur bestimmte Kunststoffe“, sagt Kipping, der dazu auch viele Vorträge hält. Insgesamt sieht er den Service als wesentlichen Vorteil seiner Werkstatt gegenüber ausländischer Konkurrenz. „Beim Preis muss die inzwischen auch nachziehen.“

Von Olaf Krenz

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