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Borna Regiser und Breitingener treffen sich 60 Jahre nach der Schule
Region Borna Regiser und Breitingener treffen sich 60 Jahre nach der Schule
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08:00 05.06.2016
Nach der diamantenen Konfirmation vor der Lutherkirche Breitingen. Quelle: Andreas Döring
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Regis-Breitingen

Ein doppeltes Jubiläum feierten in Regis jetzt knapp 30 Damen und Herren, die allesamt an der Schwelle zum 75. Lebensjahr stehen. Vor 60 Jahren verließen sie die Schule, im selben Jahr wurden die meisten von ihnen auch konfirmiert. Schöner Anlass also für ein erneutes Treffen. Bevor die einstigen Schulkameraden in der Sportgaststätte Heiche am Stadion in Regis-Breitingen bei Kaffee, Kuchen und Abendbrot in Erinnerungen schwelgten, erhielten sie von Pfarrer Thomas Krieger in der Lutherkirche die diamantene Konfirmation.

Auch bei dem mittlerweile zehnten Treffen seit 1971 hatte Dieter Kipping aus Regis-Breitingen die Organisation in der Hand. „Ich freue mich als heimatverbundener Mensch immer, diese Treffen zu organisieren“, sagt er. Er und seine späteren Mitschüler wurden in den Kriegsjahren 1941 und 1942 geboren. In einer „schrecklichen Zeit“, wie Kipping sich erinnert, in der Kinder ihre Väter nicht kennenlernten oder sich aus den ersten drei Lebensjahren kaum ihrer erinnern konnten. In einer Zeit, in der auch auf Regis und auf Breitingen Bomben fielen.

In den ersten vier Jahren besuchten die späteren Schulkameraden noch getrennte Schulen: die erst kürzlich abgerissene Kirchschule in Regis und die Kirchschule in Breitingen, die heute Bibliothek und Wohnhaus ist. Ab Klasse fünf wurden die Kinder neu aufgeteilt. Unterrichtsort war nun nur noch Regis, einschließlich der Klassenräume in der alten Turnhalle neben der erst später die heutige Oberschule gebaut wurde.

Beim regen Erinnerungsaustausch in der Sportgaststätte erinnerte man sich auch wieder daran, dass ab der fünften Klasse auch Schüler aus Blumroda zur Klasse hinzukamen. Allerdings nicht für lange. Denn nachdem 1994 ein Pleiße-Hochwasser die Straße zwischen Blumroda und Regis weggerissen hatte, war deren Schulweg abgeschnitten.

Die meisten derer, die sich jetzt trafen, leben noch immer in Regis-Breitingen und der näheren Umgebung. Nur wenige hat es in die alten Bundesländer verschlagen, einer ist in Schweden zu Hause. Bei einem Spaziergang durch das neue Wohngebiet am Wäldchen staunten dann aber doch einige, die die neuen Häuser noch nicht kannten. Viele hatten Bilder mitgebracht, die an die gemeinsame Schulzeit erinnerten.

Wie schon bei vorherigen Treffen mussten die Teilnehmer auch zur Kenntnis nehmen, dass einige aus ihrem Kreis nicht mehr unter ihnen weilen. 13, sagt Kiping, seien schon gestorben, seit sich 1956 nach der achten Klasse ihre Wege trennten. Einige nahmen damals eine Lehre auf, andere gingen zur Polytechnischen Oberschule oder zur Erweiterten Oberschule.

Einen Mann, der bisher immer an ihren Treffen teilgenommen hatte, konnten die ehemaligen Schüler diesmal nur aus der Ferne grüßen. Ihr einstiger Lehrer Ernst Hasselberg, der einzige, der in Breitingen noch lebt, konnte diesmal aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein.

Von André Neumann

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