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Borna Rekordbesuch im Museum
Region Borna Rekordbesuch im Museum
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14:52 19.05.2015
Auch da ging es im Museum um das Thema Völkerschlacht: ein Bastelnachmittag mit Bornaer Schülern. Quelle: Thomas Kube

Leipzigs Süden im Jahr der Völkerschlacht".

Die Schau zum Thema Völkerschlacht und Völkerschlachtdenkmal - schließlich ist dessen Erbauer Clemens Thieme gebürtiger Bornaer - war ein Besuchermagnet wie seit Jahren keine andere Ausstellung. "Da haben wir 2000 Besucher gezählt", gibt Museologin Breinl zu Protokoll. Wobei die Bornaer Museumsmacher nicht nur eine Ausstellung präsentierten. Es gab eine Vortragsreihe und spezielle Führungen, immer am Mittwoch. Ergänzt wurde die Völkerschlacht-Ausstellung durch eine Schau, in der Spiele aus der Zeit um 1800, also der Epoche der Völkerschlacht, vorgestellt wurden. Weil der Erfolg der Ausstellung so groß war, wird die Ausstellung derzeit fürs Internet aufbereitet. Am März soll es "1813 - eine Bilanz" virtuell im Internet geben.

Dabei war die Ausstellung, die Besuchern von April bis November offenstand, nicht der einzige Höhepunkt. So stand in der Schau "Tage.Bau.Land-Schaff(t)en" die Geschichte der Brikettfabrik Witznitz im Mittelpunkt, die 1913 in Betrieb genommen wurde. Eine Ausstellung, die schon thematisch ein Muss für das Bornaer Museum ist, dessen Schwerpunktthema angesichts der Geschichte der Stadt und der Region logischerweise der Bergbau ist.

Ebenfalls außergewöhnlich war der "Münzfund von Borna". Für vier Wochen kehrten die historischen Geldstücke aus den Archäologischen Sammlungen Chemnitz an in ihren Fundort zurück. Die Münzen waren bei den Schachtarbeiten für das Wohn- und Geschäftshaus der Bornaer Wohnbau- und Siedlungsgesellschaft (BWS) an der Ecke Kirchstraße/Roßmarktsche Straße gefunden worden und hatten weit über Borna hinaus für Aufsehen gesorgt. Das Museumsjahr 2013 endete mit der Schau "Schlösser und Herrenhäuser in Pommern", bei der das Bornaer Museum mit dem Stettiner Museum zusammengearbeitet hat. Die Ausstellung ist noch bis zum Ende des nächsten Monats zu sehen.

Zur Bilanz des letzten Jahres gehört für die Museumsmitarbeiterinnen auch das Hochwasser das sie dazu zwang, das Haus zu räumen und später wieder alles einzuräumen. Am Jahresanfang sorgte die Restaurierung eines Bildes von Wolfgang Mattheuer für Aufsehen. Es handelte sich um das Werk "Held der Arbeit Willy Wehner" aus dem Jahr 1964, einer frühen Phase des späteren DDR-Staatsmalers.

Ende November wurde der Museumstresen am Reichstor dann sogar zur Bar. Zu Gast waren junge Leute, die eine Filmnacht im Museum erlebten. De Veranstaltung war ein Versuch, speziell Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 18 für die Angebote des Museums zu interessieren, so Museologin Breinl. Eine Umfrage hatte ergeben, dass sich zwar Kinder bis zwölf und junge Erwachsene für das Museum interessieren, diese Neigung aber bei Zwölf- bis 18-Jährigen eher gering ist.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.01.2014
Nikos Natsidis

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