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Borna "Respekt vorm Job der Archäologen"
Region Borna "Respekt vorm Job der Archäologen"
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15:55 19.05.2015
Vera Hubensack (orange Weste) erklärt den Besuchern, was bisher alles auf dem Areal gefunden wurde. Quelle: Nicole RathgeScholz

Der Tag des offenen Denkmals machte es möglich.

"Wir haben Scherben der Kugelamphorenskulptur gefunden, zwar wenige, aber das ist sehr interessant, da man so nachweisen kann, dass hier eine Siedlungskonzentration bestand. Das ist sehr selten", erklärt Vera Hubensack aus Leipzig. Und freut sich über die rege Teilnahme an den Führungen über das Ausgrabungsgelände. "Wir suchen uns jedes Jahr zum Tag des offenen Denkmals eine Route aus, was wir alles besichtigen möchten. Und in diesem Jahr stand eben auch die Ausgrabungsstätte hier am Ort zwischen Eula und Haubitz auf unserem Programm. Dafür haben wir uns unter anderem entschieden, da hier von der Steinzeit über die Bronzezeit bis zur Slawenzeit Gegenstände gefunden wurden, also Gegenstände von verschiedenen Zeitepochen, das hat uns interessiert. Und die Archäologin hat alles wunderbar erklärt und beschrieben. Es war sehr interessant", erzählt Familie Fischer aus Chemnitz. Drei Führungen bot die Archäologengruppe den Besuchern am Tag des offenen Denkmals an. Für jede Gruppe wurde sich individuell Zeit genommen, je nachdem welche Fragen die Gäste hatten - und die waren alle sehr interessiert. Seit Februar dieses Jahres werden Grabungen vorgenommen, die kommenden Mai enden. "Dann werden wir alles aufarbeiten, Berichte verfassen, Fotos und Zeichnungen sichten und archivieren", so Hubensack. Durch Ausgrabungen kann man vieles aus seiner Gegend erfahren. Zum Beispiel wie das Klima damals war, welche Völkergruppen ansässig waren, aber auch wie gelebt wurde.

"Ich hatte mir schon lange einmal vorgenommen zum Tag des offenen Denkmals eine Grabungsstätte zu besuchen. Aber die meisten waren immer recht weit weg vom Wohnort. In diesem Jahr hat es sich aber angeboten, einmal hierher zu kommen", erzählt die Markranstädterin Anja Tautz und ist begeistert: "Es macht richtig Spaß, den Erzählungen der Archäologen zuzuhören. Hier vor Ort sieht man erst mal, was sie sich für Mühe geben und was das Ausgraben für eine Herausforderung ist. Ich habe jetzt richtigen Respekt vor dem Job." Das sahen auch die anderen Besucher so und beendeten jede Führung mit Beifall und bedankten sich für die zahlreichen Informationen.

Eine wirklich gute Sache, auch mal das Leben vor unserer Zeit in unserer Gegend kennenzulernen und hautnah Gegenstände, die über Hunderte von Jahren alt sind, in Augenschein zu nehmen. © Kommentar

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.09.2013

Nicole Rathge-Scholz

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