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Borna „Ressourcen der Erde“ ist Thema in Schulen des Landkreises
Region Borna „Ressourcen der Erde“ ist Thema in Schulen des Landkreises
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14:00 10.09.2016
Deponie Cröbern: Das Thema Abfall und Ressourcen der Erde stand im BSZ in Böhlen auf dem Stundenplan. Quelle: Foto: Andre Kempner
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Böhlen/Brandis


In einer zweistündigen Veranstaltung vom Verein Multivision, der mit der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen und der Entwicklungsorganisation Oxfam zusammenarbeitet, drehte sich – in Form von Filmen und Diskussionen – alles um Rohstoffe, um die Wiederverwendung dieser und um Recycling. Unter dem Titel „Reduse – über unseren Umgang mit den Ressourcen der Erde“ war der Unesco-zertifizierte Verein zu Gast in Böhlen. Finanziert wurde diese Art Unterricht vom Amt für Abfallwirtschaft des Landkreises Leipzig und vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. „Die Jugendlichen sind die Verbraucher von morgen. Schon längst ist die Nachfrage bei ihnen nach Technik wie Handys und Laptops da“, sagt Susan Balmer, Abfallberaterin beim Landkreis. „Und es ist bei vielen noch nicht in den Köpfen, dass Rohstoffe endlich sind“, ergänzte Nicole Wöllner, beim Zweckverband Abfallwirtschaft Westsachsen zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit.

So seien – wie Jonas Laß vom Verein betont – nicht nur Gold und Aluminium endlich, sondern auch Zink und Zinn. Viele dieser Rohstoffe werden für die Herstellung von technischen Geräten genutzt. Und um so wichtiger sei es, dass diese Stoffe auch wieder in den Kreislauf zurückgehen. Dass die Multivision am BSZ Station macht, begründet Schulleiter Jörg Großkopf damit, dass die Themen Ressourcen und der Umgang damit die verschiedenen Arbeitsbereiche berühren würden. Beeindruckt und oft sprachlos waren viele Schüler hinsichtlich der Zahlen, die in dem Film auftauchten. So hat sich seit 1975 der Verbrauch von Papier und Pappe von 120 Kilogramm pro Person bis heute mehr als verdoppelt. Und für die Herstellung eines T-Shirts aus Baumwolle bedarf es etwa zehn Badewannen voll Wasser. „Wir nehmen zu viel und zu schnell von den Ressourcen“, macht Laß deutlich. Sekündlich etwa falle Regenwald in der Größe eines halben Fußballfeldes dem Ressourcenhunger der Menschen zu Opfer. „Das heißt, wir verbrauchen mehr als in der Zeit der Nutzung nachwachsen kann.“

Deshalb sei es so wichtig, das Thema in die Schulen zu bringen. „Weil Veränderungen lange dauern, müssen wir die Kinder und Jugendlichen dafür sensibilisieren. Es gehe allerdings nicht nur darum zu zeigen, dass wichtige und notwendige Rohstoffe endlich seien, sondern auch darum, Alternativen aufzuzeigen. Und die reichen vom Recycling über weniger Konsum (es muss nicht jedes Jahr ein neues Handy sein) bis hin zum Wiederverwenden. So sei es durchaus machbar, mit etwas Geschick aus einem ausrangierten Pullover einen Schal zu machen oder einen Arbeitsoverall zu einem Anzug umzunähen.

Am kommenden Donnerstag ist die Veranstaltung zu Gast in der Aula des Gymnasiums Brandis. Begrüßt werden die dortigen Schüler von den beiden Schirmherren, Landrat Henry Graichen und dem sächsischen Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Thomas Schmidt.

Von Julia Tonne

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