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Borna Ringe fürs Groitzscher Storchen-Trio
Region Borna Ringe fürs Groitzscher Storchen-Trio
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00:20 14.06.2018
Ornithologe Dietmar Heyder präsentiert den vielen Zuschauern auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei Nolte einen der drei Groitzscher Jungstörche, die er eben mit den Kennungsringen versehen hat. Quelle: Olaf Becher
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Groitzsch

Seit Sonntag sind die drei Groitzscher Jungstörche bei der Beringungszentrale Hiddensee registriert. Unter den Blicken von reichlich Publikum hat Ornithologe Dietmar Heyder den Tieren das besondere „Schmuckstück“ zur Kennzeichnung angepasst.

16 Meter hoch zum Nest

Fortan können die jungen Adebare nach dem Ablesen ihres Ringes, der mit einer Buchstaben- und Ziffernkombination versehen ist, genau identifiziert werden. So ist mit Hilfe von Rückmeldungen festzustellen, welches Alter der Vogel hat, wann und wo er sich im Laufe seines Lebens aufgehalten hat.

Dafür musste sich Beringer Heyder hinauf zum Horst auf dem etwa 16 Meter hohen Schornstein der ehemaligen Gärtnerei Nolte in der Schletterstraße begeben. Unterstützt von den Feuerwehrkameraden der Schusterstadt, die mit ihrer Drehleiter angerückt waren, stellte dies kein Problem dar. Schnell waren die Metallringe bei den etwa sechs bis sieben Wochen alten Vögeln oberhalb des Intertarsalgelenks (Sprunggelenk) angelegt.

Jungtiere in guter Verfassung

Zudem kontrollierte er kurz den Gesundheitszustand des Trios und das Nest. „Die Vögel sind in einer wirklich guten Verfassung. Besser könnte der Zustand eigentlich nicht sein“, verkündete Heyder zufrieden.

Blick ins Groitzscher Storchennest. Nach der Beringung ist einer der Altvögel zum Horst zurückgekehrt, während sich die drei Jungstörche zum eigenen Schutz noch leblos stellen. Quelle: Olaf Becher

Einen kleinen Jungstorch brachte der erfahrene Ornithologe aus dem Markranstädter Ortsteil Seebenisch mit nach unten, wo bereits eine große Besucherschar die Aktion verfolgte. Mit etwa 70 Zuschauern war das Interesse der Groitzscher enorm wie noch nie.

Kinder begeistert vom kleinen Storch

Gleich bildete sich eine dichte Menschentraube um den Beringer und den kleinen Adebar. Vor allem die Kinder waren begeistert, einmal einen Storch aus nächster Nähe sehen zu können. Heyder musste zahlreiche Fragen zu den geschützten Großvögeln beantworten, ehe er den Schwarzschnabel zurück zu seinen Geschwistern setzte.

Ursprünglich hatten sogar vier Jungstörche im Groitzscher Nest gesessen. Mitte Mai war dann der Kleinste und Jüngste unterhalb des Nestes auf dem Erdboden piepsend gefunden worden. Da er unverletzt schien, war er wieder zurück ins Nest gebracht worden. Allerdings konnte er sich dort wohl auch wegen der anhaltenden Trockenheit und des zunehmenden Futtermangels nicht gegen seine Artgenossen behaupten.

Tolles Brutergebnis im Raum Borna

Dennoch sind die verantwortlichen Naturschützer mit den derzeitigen Bruten im Bornaer Raum recht zufrieden. „Wir haben hier bis jetzt erneut ein tolles Ergebnis“, freut sich Kreisbetreuer Andreas Fischer. „Mit durchschnittlich drei Jungstörchen pro besetztem Horst knüpfen wir an die Zahlen der letzten Jahre an.“ So werden in Thräna und Saasdorf gerade je vier Jungstörche von den Alttieren aufgezogen. Zudem sitzen in Großzössen drei sowie in Pegau und Oelzschau je zwei kleine Adebare im Nest.

Von Olaf Becher

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