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Borna Rings um Schillerhaus und Herrenhaus: In Kahnsdorf ging es vorweihnachtlich zu
Region Borna Rings um Schillerhaus und Herrenhaus: In Kahnsdorf ging es vorweihnachtlich zu
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11:34 12.12.2016
Kreatives aus Naturmaterialien präsentierte Irmtraud Cebulla im Herrenhaus. Quelle: Gislinde Redepenning
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Neukieritzsch/Kahnsdorf

Viel Trubel herrschte am vergangenen Wochenende rund um das Gut Kahnsdorf. Zwischen Schiller- und Herrenhaus tummelten sich Familien mit Kind, Hund und Kegel, um die vorweihnachtliche Atmosphäre des Kahnsdorfer Weihnachtsmarktes auszukosten. Klein, aber fein kann man ihn nicht mehr nennen, denn bis zu seiner vierten Auflage ist er stetig gewachsen. Händler und Besucher schätzen das ganz besondere Ambiente. Von Jahr zu Jahr kommen deshalb mehr. Die Hütten rund um den Weihnachtsbaum waren in diesem Jahr schon einmal im Einsatz, sie standen auf dem Weihnachtsmarkt im Torhaus Markkleeberg. In Kahnsdorf bieten sie alles, was Herz und Gaumen begehren.

Christian Conrad, Geschäftsführer der Blauwasser GmbH, und sein Team rund um Claudia Müller haben sich den exquisiten Weihnachtsmarkt im Weingut Schloss Proschwitz bei Meißen zum Vorbild genommen. So wird auch in Kahnsdorf unter Mistelzweigen ein außergewöhnlicher Rebensaft kredenzt: Winzerglühwein von Lars Reifert, der mit seiner Familie im ehemaligen Braunkohlentagebau am Geiseltalsee ein Weingut schuf. Bad Kötzinger Bärwurz wird als hochprozentiges Mitbringsel unter so manchem Gabentisch stehen.

Regionale Spezialitäten für den Gaumen, herzhaft oder süß, verlockten. Knüppelbrot war der Renner bei den Kindern, die es allzu gern in die Flammen der Feuerschalen hielten. Deftig-köstliches Wildschwein schmeckte den Erwachsenen. Michael Wiedemann hatte die Schwarzkittel am Nordufer des Hainer Sees erlegt und mit einer geheimen Gewürzmischung selber zubereitet. „Im letzten Jahr war ich zum ersten Mal mit nur einem Wildschwein hier, das war nach zwei Stunden verkauft“, erzählte der Leipziger. „Diesmal habe ich zwei geschossen.“

Für den musikalischen Rahmen sorgten neben den Posaunenklängen der Leipziger Ratspfeifer die Kinderchöre der Grundschulen Lobstädt und Borna-West. Zwischen besinnlichen Klängen heizte DSDS-Finalist Thomas Katrozan, zum Mittagessen am Sonntag im Schillercafé angemeldet, seinem Publikum mächtig ein. Nicht nur zum Aufwärmen, auch zum Schauen, Staunen und kreativen Mitwirken hatten die Pforten des Herrenhauses geöffnet. Kunsthandwerk aller Art, hochwertige Manufakturwaren und ausgefallene Geschenkartikel wurden angeboten. Ungewöhnlich war der Naturschmuck aus der Steinnuss, den Irmtraud Cebulla präsentierte. Neben stilvollen Filzarbeiten bot sie aktuell im Ecoprint-Verfahren hergestellte Textilien an. Sie hatte Naturfasern mit Pflanzendrucken gestaltet. Holzspielzeug und Nützliches aus dem Rohstoff von der Krippe über Fußbänkchen bis zum Kran hatte Tischlermeister Otto Kritz gefertigt. Seine Eisenbahn wurde vom tollenden Nachwuchs ausprobiert, der sich auch beim Basteln und Malen vergnügen durfte, während die Eltern auf Entdeckungsreise gingen.

Von Gislinde Redepenning

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