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Borna Rittergut: Doppelhäuser sollen an Gutshof erinnern
Region Borna Rittergut: Doppelhäuser sollen an Gutshof erinnern
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00:34 10.05.2018
Jörg Heuter, Unternehmer aus Kitzscher, will den Gutshof in Hainichen mit mehreren Doppelhäusern bebauen. Quelle: André Neumann
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Kitzscher/Hainichen

Noch liegt ein großer Schutthaufen auf dem hinteren Teil des Rittergutes Hainichen. Es sind die Reste der alten Gebäude, die hier bis vor kurzem standen. Nach mehreren Anläufen wird das Areal demnächst bebaut werden. Jörg Heuter, Autohausbetreiber aus Kitzscher, will hier fünf Doppelhäuser errichten lassen.

Zunächst nicht an Wohnungsbau gedacht

Der heute 53-jähige Unternehmer kam im Mai 1990 als Autohändler nach Leipzig. In Kitzscher wohnt er seit 2004. Damals erwarb er auch die ersten Teile des Rittergutsgrundstückes in Hainichen.

Allerdings dachte er damals nicht an Wohnungsbau, sondern an einen Platz für die Reithalle, die er errichten wollte und die mittlerweile in der zu Kitzscher gehörenden Siedlung Lindhardt steht.

Projekt Kindergarten ist gescheitert

Erst seit vier Jahren gehört Jörg Heuter das zusammenhängende Grundstück des hinteren Teils des Rittergutes. Bei den Ideen es zu bebauen spricht der Denkmalschutz immer mit.

An den Vorstellungen der Behörde sei vor einigen Jahren letztlich die Absicht gescheitert, hier einen Kindergarten zu errichten, sagt Heuter. Danach erst seien die Überlegungen in Richtung eines Wohnparkes gegangen, so der Unternehmer.

Fünf Doppelhäuser sind geplant

Auch für dieses Vorhaben habe es lange Verhandlungen gebraucht. Letztlich können die Pläne der Bad Lausicker Architektin Eva-Maria Czichos verwirklicht werden.

Fünf Doppelhäuser mit angedeuteten Tordurchfahrten dazwischen sollen im Zusammenspiel mit dem noch vorhandenen Gutshaus den Charakter und die Gestalt des Gutshofes aufleben lassen. Jörg Heuter rechnet mit Baubeginn Mitte Mai.

Investition von rund 2,5 Millionen Euro

„Wir wollen alle Häuser in einem Zug bauen lassen.“ Das habe den Vorteil, dass niemand auf einer Baustelle wohnen muss, sagt der Unternehmer. Die ersten könnten sogar schon in diesem Jahr fertig werden, hofft er.

Insgesamt gehe es um eine Investition von rund 2,5 Millionen Euro. Erste Interessenten, die ganz am nördlichen Ende von Hainichen direkt am Rittergutspark wohnen wollen, gebe es schon.

Von André Neumann

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