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Borna Robinienhof-Schule feiert in Borna: Kinder schicken Seifenblasen in den Himmel
Region Borna Robinienhof-Schule feiert in Borna: Kinder schicken Seifenblasen in den Himmel
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19:02 19.04.2018
Der Clown machte mit den Kindern viele Späße beim Fest in Borna Quelle: René Beuckert
Borna

Die Schar der Gratulanten in der Robinienhof-Schule riss nicht ab. Die Förderschule für geistig behinderte Kinder konnte am Sonnabend auf ihr 25-jähriges Bestehen zurückblicken. Rektor Udo Zocher nahm die Glückwünsche der zahlreichen Besucher entgegen. Auf den Ansturm der Gäste waren die Schüler, die sie mit Gesang und Tanz erfreuten, bestens vorbereitet.

„Der Chor hat sich zwar erst vor fünf Monaten gegründet“, räumte Zocher ein. Aber weil nur jene Schüler den Gesang ausmachen, die tatsächlich Freude daran haben, sei die Leidenschaft nicht zu überhören. Zum Jubiläum zeigten die Mädchen und Jungen, was in ihnen steckt. So erfreute nicht nur ihr Gesang die Besucher. Mit kleinen Tänzen und in den Händen schwingenden farbigen Tüchern berührten sie die Gäste emotional. Am Ende jeder Aufführung war tosender Applaus der schönste Lohn für die jungen Akteure. „Unsere Schüler haben sich seit Wochen auf dieses Ereignis vorbereitet. Immer wieder probten sie, bis alles klappte“, verrät Udo Zocher. Für den Rektor bot ein Viertel Jahrhundert Robinienhof-Schule Anlass, die Entwicklung der Bildungseinrichtung Revue passieren zu lassen.

1991 war die Schule, die ihren alten Standort aufgeben musste, gegründet worden. „Wir sind mehrfach umgezogen, bis wir 1998 in unser neues Domizil in der Pawlowstraße einziehen konnten“, erinnerte Zocher sich. Es sei zwar kein neuer Komplex gewesen, dennoch bot er alle Voraussetzungen, welche die Mädchen und Jungen für ihre weitere Entwicklung brauchten. Begonnen hatten sie damals nach der Gründung mit etwa 40 Schülern. Mittlerweile nutzen etwa 100 Schüler die Einrichtung, die von 50 Mitarbeitern betreut werden. „In unserer Schule findet eine ganz individuelle Betreuung für die persönliche Entwicklung statt“, sagt Udo Zocher.

Der Rektor wünscht sich für seine Schulabgänger eine sogenannte Trainingswohnung, die ihnen die Möglichkeit gibt, sich eigenständig auf das Leben nach der Schule vorzubereiten.

Am Jubiläumstag wurde nicht nur Gesang und Tanz geboten, vielmehr spiegelten die einzelnen aufgebauten Stationen – auf spielerische Weise – ein Stück Schulleben wider.

Auch ehemalige Lehrer nutzten das feierliche Ereignis, der Schule einen Besuch abzustatten. Heide Tauchnitz ist eine von ihnen, die gern gekommen ist, um sich zu informieren. „Die Entwicklung der Schule kann sich sehen lassen. Obwohl die Pädagogen schon zu DDR Zeiten sehr engagiert waren, gab es solche guten Voraussetzungen wie derzeit leider nicht. Um den Schülern beste Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten, haben wir uns stets weitergebildet. Das Kind steht absolut im Vordergrund“, betonte sie.

Besucherin Anne Jahn, deren Kind Jonas in die Robinienhof-Schule geht, möchte die Einrichtung für ihr Kind nicht missen. „Seit mein Kind diese Schule besucht, hat es sich innerhalb eines Jahres spürbar weiterentwickelt. Vor allem gefällt mir der herzliche und familiäre Umgang“. Auch die Aufführungen der Schüler zum Jubiläum hat sie emotional angesprochen.

Von René Beukert

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