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Borna Rötha: Dank Förderverein können Knirpse der Kita bald wieder draußen essen
Region Borna Rötha: Dank Förderverein können Knirpse der Kita bald wieder draußen essen
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14:17 10.07.2017
Sitzprobe im Regenbogenland: Markus Lorenz, Björn Gehrke, Olaf Kuhnhardt und Jan Löschner (v.li.) vom Förderverein probieren gemeinsam mit Kita-Leiterin Josephine Wiche (4.v.li.) und den Kindern Mariella, Carolin, Constantin, Livia, Vincent und Ben (v.li.) die neue Bank aus. Quelle: André Neumann
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Rötha

Kaum hatten die vier Männer des Fördervereins für die Röthaer Kindertagesstätte „Regenbogenland“ die neue Bank im Garten aufgestellt, saßen die ersten beiden Knirpse auch schon dran. Das Möbelstück, eine feste Kombination aus Tisch und zwei Bänken für bis zu acht Kinder, ist wie dafür gemacht, dass die Mädchen und Jungen im Freien essen können. Und das, erzählt Kita-Leiterin Josephine Wiche, täten die Kinder am liebsten: „Vom Frühstück bis zum Vesper, wann immer es geht, essen wir draußen“. Nur war das in diesem Jahr nur sehr eingeschränkt möglich, weil viele Gartenmöbel bei einem Brand Anfang Februar Opfer der Flammen wurden. Und die paar kleinen Tische und Stühle, die seitdem angeschafft werden konnten, reichen bei weitem nicht für die 180 Kinder, sagt die Chefin.

Die sich deswegen riesig über die Initiative des Fördervereins freut. Von dessen Gründung im Februar erfuhr sie durch ihre Kolleginnen während ihrer Elternzeit, von der sie Ende Mai zurückkehrte. Der Verein will nämlich nicht nur eine, sondern zehn der Bänke liefern. Die Stadt, rechnet Vereinschef Björn Gehrke vor, müsse dafür nur 1000 Euro Materialkosten aufbringen. Im Handel, sagt er, würden die Bänke viermal so viel kosten. Doch die Vereinsmitglieder bauen sie selbst, nach Anleitung von Nico Hellmund, einem Experten für die Sicherheit von Kinderspielgeräten und Gartenmöbeln, mit dem sie dank vielerlei Quer-Bekanntschaften in Kontakt gekommen sind.

Deswegen nahmen Gehrke und seine Vereinskollegen Jan Löschner (Vizechef), Markus Lorenz und Olaf Kuhnhardt die Bank nach der ersten Sitzprobe auch erst einmal wieder mit. Als Muster für die nächsten neun, die demnächst fertig werden sollen. „Die sind schöner als das, was wir uns hätten leisten können“, sagt Josephine Wische voller Begeisterung. Ohnehin staunt sie, was der noch junge Förderverein in dem knappen halben Jahr alles schon auf die Beine gestellt hat. Nach einem Regal im Schuppen, welches die Mitglieder aufgebaut haben, soll jetzt ein Sandkasten eine Umrandung bekommen.

Der größte Coup in der jungen Vereinsgeschichte war aber das Sommerfest im Juni mit mehreren hundert Besuchern. Spenden sowie Einnahmen aus dem Verkauf von Getränken, Kuchen und so weiter brachten zusammen über 6000 Euro ein, die der Förderverein nun für das „Regenbogenland“ zur Verfügung hat und über deren Verwendung sorgfältig nachgedacht wird, wie Gehrke erklärt. „Wir wollen das gescheit einsetzen“, sagt der Vereinsvorsitzende.

Das Ergebnis, betonen die Vereinsmitglieder, sei nur durch viele Helfer zustande gekommen und dadurch, dass die Künstler ohne Gage auftraten. Über weitere Unterstützung würde man sich freuen, egal ob mit Ideen, mit Spenden oder mit einer Mitgliedschaft, die nur zwei Euro im Jahr koste.

Kontakt zum Förderverein: www.regenbogenland-roetha.de

Von André Neumann

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