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Borna Rötha: Erfahrene neue Kämmerin kommt erst im Januar aus Oberbayern
Region Borna Rötha: Erfahrene neue Kämmerin kommt erst im Januar aus Oberbayern
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14:30 09.03.2018
Der Stadtrat von Rötha hat sich für eine neue Kämmerin entschieden. Heike Herzig wird ihren Dienst am 1. Januar antreten. Quelle: Jens Paul Taubert
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Rötha

Heike Herzig aus Markkleeberg wird neue Kämmerin von Rötha. Der Stadtrat votierte auf seiner jüngsten Sitzung bei zwei Enthaltungen einstimmig für die 53-Jährige und folgte damit der Empfehlung der Verwaltung. Eine Arbeitsgruppe aus dem Bürgermeister, dessen zwei Stellvertretern und einer Mitarbeiterin des Personalrates hatte sich zuvor einstimmig für die Markkleebergerin ausgesprochen. Die übertreffe sogar die Anforderungen der Stellenausschreibung, heißt es seitens der Verwaltung.

Heike Herzig ist seit 27 Jahren als Kämmerin tätig. Bis 2012 managte sie die Finanzen der Stadt Eisenberg in Thüringen, wo sie zugleich Geschäftsführerin eines kommunalen Unternehmens war. Derzeit arbeitet sie als Leiterin der Finanzverwaltung in Unterschleißheim, mit 28 000 Einwohnern die größte Kommune im Landkreis München. Bei ihrer äußerst selbstbewussten Vorstellung im Stadtrat sagte sie: „Ich denke, ich kann einen großen Fundus an Erfahrung mitbringen.“ Ihren beabsichtigten Weggang aus Oberbayern begründete sie mit Heimweh nach ihrer Heimat in Markkleeberg.

Heike Herzig wird neue Kämmerin in Rötha. Quelle: André Neumann

Rötha braucht einen neue Kämmerin, weil die langjährige Finanzchefin Birgit Stabnau Ende April in den Ruhestand geht. Ihre Nachfolgerin wird allerdings nicht wie vorgesehen schon ab Oktober zur Einarbeitung im Röthaer Rathaus tätig sein. Da sie bis zum Jahresende noch in der wohlhabenden bayrischen Stadt (2016: 83 Millionen Euro Gewerbesteuern) gebunden ist.

Heike Herzig kündigte an, nach ihrem Dienstantritt nicht nur alle kommunalen Einrichtungen aufzusuchen, sondern sie wolle auch das Haushaltsstrukturkonzept unter die Lupe nehmen. Das Papier war Bedingung für die Genehmigung des aktuellen Haushaltplanes und erlegt der Stadt bis 2021 zahlreiche Maßnahmen auf, um den städtischen Haushalt in Ordnung zu bringen. „Ich will sehen, ob das umsetzbar ist oder nur Theorie“, sagte die künftige Kämmerin. Angesichts der Haushaltlage in Rötha eröffnete sie den Stadträten, sie habe in Eisenberg niemals einen Kassenkredit benötigt. Die Stadt Rötha ist seit Jahren auf übergangsweise geliehenes Geld angewiesen, um die laufenden Ausgaben zu begleichen.

Herzig war im Laufe ihrer Karriere auch schon einmal heftig mit ihrem Arbeitgeber in Konflikt geraten. Die Stadt Eisenberg hatte sie 2012 entlassen, verlor den Rechtsstreit aber vor dem Arbeitsgericht. Offenbar hatte die Kämmerin den Landesrechnungshof mit belastendem Material über ihren Bürgermeister versorgt. Der wurde später wegen Untreue angeklagt und suspendiert. Herzig, im Stadtrat auf dieses Kapitel angesprochen, sagte: „Wenn ein Bürgermeister straffällig wird, habe ich Konsequenzen zu ziehen.“ Sie kündigte an, man werde sie im Rathaus als sehr korrekte Person kennen lernen.

Von André Neumann

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