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Borna Rötha: Fußballfest fürs "Bärenherz"
Region Borna Rötha: Fußballfest fürs "Bärenherz"
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14:01 19.05.2015
Kicken für einen guten Zweck: Clemens, Hardy und Marek (v.l.) erreichten mit dem Mölkauer SV in ihrer Altersgruppe den vierten Platz beim Fußballturnier in Rötha. Quelle: Roger Dietze

Schon allein deshalb nicht, weil die halbe Stadt auf den Beinen war, um sich das Sport- und Familienfest nicht entgehen zu lassen. Aus zwei Tagen, mit denen das sportliche Großereignis vor zwei Jahren an den Start ging, sind bei der dritten Auflage drei geworden. Damit steht auch ein Tag mehr zur Verfügung, um Geld für eine gute Sache zu sammeln, in diesem Jahr für das Markkleeberger Kinderhospiz "Bärenherz". Dort werden unheilbar kranke Kinder betreut, die nur noch eine begrenzte Lebenserwartung haben, umso mehr intensive Pflege wie liebevolle Zuwendung benötigen. Kinder, die nicht selten über Jahre hinweg und rund um die Uhr betreut werden.

"Dafür benötigen wir jeden Euro", warb "Bärenherz"-Ehrenamtlerin Iris Voigt für die Einrichtung. "Wir sind für jede Geldzuwendung dankbar und auch dafür, in der Öffentlichkeit Präsenz zeigen zu können", sagte Voigt. Gemeinsam mit Mitstreiterin Kerstin Stadtler dokumentierte sie am Rande des Röthaer Sportplatzes, wofür das Hospiz neben der medizinischen Betreuung seiner kleinen Patienten Geld benötigt. "Wir versuchen, den Kindern Wünsche zu erfüllen, die von der Pinguinfütterung im Zoo über die Porsche-Tour bis hin zum Besuch eines Eishockeyspiels gehen", erklärte Voigt. Sie weiß das Engagement des Röthaer SV umso mehr zu schätzen, als der in den vergangenen zehn Jahren zugunsten des Hospizes ausgerichtete Zwenkauer Rainbow-Cup ausgelaufen ist. "In Rötha spürt man, dass die Organisatoren mit richtig viel Power bei der Sache sind."

Ausgepowert indes dürfte heute Vereinsmitglied Ronny Eisermann sein, der das Event 2012 initiierte und die vergangenen drei Tage rastlos mit dem Fahrrad auf dem Festgelände unterwegs war. "Wir können ebenso wie viele andere Vereine finanziell nicht unbedingt aus dem Vollen schöpfen. Deshalb war und bin ich der Meinung, dass man etwas Besonderes auf die Beine stellen muss, um zum einen von der Öffentlichkeit und zum anderen von potenziellen Sponsoren wahrgenommen zu werden", betont der Nachwuchstrainer. "Noch mehr Sinn bekommt die Sache, wenn man sich dabei in Form des Sammelns von Spenden nützlich machen kann."

Darüber hinaus sei es Anliegen des Festes, dem Nachwuchs etwas zu bieten. "Es ist mir sehr wichtig, dass alle Angebote von der Hüpfburg bis zum Reiten kostenlos sind", sagte Eisermann, der an der Seite der SV-Mitglieder an den vergangenen drei Tagen zu organisatorischer Hochform auflief. Denn allein am Sonnabend galt es, ein Turnier mit 250 Kindern der E- und F-Jugend reibungslos über die Bühne zu bringen. Dabei floss ein Teil der Startgelder ebenso in die "Bärenherz"-Spendenbüchse wie die 100-prozentigen Einnahmen aus der Tombola und der Caféstube.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.07.2014
Roger Dietze

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