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Borna Rötha: Monarchen empfangen die Reiter
Region Borna Rötha: Monarchen empfangen die Reiter
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15:36 19.05.2015
Die Hofgenossenschaft Liebertwolkwitz zeigt authentisch Szenen von 1813. Quelle: Gislinde Redepenning

von Österreich und König Friedrich Wilhelm III. von Preußen empfingen im Museumshof rund 60 Patrouillenreiter, die im Rahmen des vom Stadt- und Heimatverein mit Bravour in Szene gesetzten Gedenkens an die Ereignisse rund um die Völkerschlacht 1813 unterwegs waren.

Mit Depeschen im Gepäck waren die Reiter schon am frühen Morgen auf eine 28 Kilometer lange Runde aufgebrochen, manche, wie die Husaren Mario Meyer und Frauke Schmidt vom federführenden Interessenverein Völkerschlacht bei Leipzig 1813 in historischen Gewändern. Von den Monarchen, in den Kostümen steckten Hans-Joachim Keil, Matthias Heise und Detlef Wallasch, gab es zur Begrüßung nicht nur freundliches Lob. Sie übergaben auch Schleifen zur Erinnerung an die vollbrachte Leistung und im Holzbackofen des Röthaer Museums gebackenes Brot als Wegzehrung. Doch damit war die Reise für Ross und Reiter noch nicht beendet. Unter den wachsamen Augen von Bianka Schmid, Axel Hempel und Andrea Schmidt warteten weitere Herausforderungen wie Lanzenstechen und Bogenschießen, um die Besten zu ermitteln.

Dichtes Gedränge den ganzen Tag über rund ums und im Heimatmuseum belohnte die Mühen der Organisatoren, die mit Musik, kulinarischen Genüssen sowie zahlreichen sehens- und bestaunenswerten Aktionen für die ganze Familie Hunderte Zuschauer anlockten.

Gerd Mucke, Pfarrer im Ruhestand und Mitglied im Heimatverein, erinnerte in seiner Begrüßungsrede an das Leid der Menschen während der Völkerschlacht. Seine Worte wurden vielfach gelobt, auch von Bürgermeister Ditmar Haym im Kostüm des Stadtoberen Schirmer von 1813. Nicht die Verherrlichung des Krieges, sondern die authentische, zivilhistorische Darstellung des dörflichen Lebens liegt auch der Hofgenossenschaft Stiftung Liebertwolkwitz am Herzen. Mit Seiler, Spinnerin und Kasperletheater gab sie einen kleinen Einblick in ihre vielfältigen Aktionen zur 200-Jahrfeier der Völkerschlacht am nächsten Wochenende in ihrem Ort.

Schaurig dagegen, was der Köthener Raymond Schulz, Ausbilder seiner Sanitätsschule und von Kindheitsbeinen an interessiert an der Historie des Sanitätswesens, mitgebracht hatte: echte Musketenkegel vom Schlachtfeld und bildreiche Schilderungen der jämmerlichen Zustände damals.

Würdiger Abschluss des großen Spektakels war ein Lampionumzug. Die Laternen bastelten die Kleinen selbst, unter Anleitung von Ina Weise entstanden auch witzige und prächtige Accessoires rund ums Thema Herbst. "Ohne das Zusammenspiel unserer Vereine aus Kultur und Sport sowie eine Spende der Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig hätten wir das alles nicht auf die Beine stellen können", erklärte Vereinsvorsitzende Bettina Wallasch mit einem erleichterten Blick gen Himmel, der beinahe trockenes Wetter beschert hatte. "Wir sind stolz darauf, dass die Kooperation mit allen Beteiligten so gut läuft."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.10.2013

Redepenning, Gislinde

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