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Borna Rötha: Streit um Landverkauf an Fischer-Art
Region Borna Rötha: Streit um Landverkauf an Fischer-Art
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05:15 06.10.2018
Solche Figuren möchte der Künstler Michael Fischer-Art auf der ehemaligen Witznitzer Brikettfabrik aufstellen. Bei Rötha plant er eine Landmarke mit zwei Figuren. Quelle: Fischer-Art/Designgroup
Rötha

Der in Borna lebende Künstler Michael-Fischer Art will auch an der Bundesstraße 95 bei Rötha zwei riesige Figuren aufstellen. Die Stadt Rötha tut sich aber noch schwer damit, ihm das dafür nötige Grundstück zur Verfügung zu stellen.

Fischer-Art will Figuren auf die ehemalige Brikettfabrik platzieren

Fischer-Art lebt seit gut einem Jahr in Borna. Kürzlich hatte er über seine Pläne berichtet, im Herbst 2019 18 Meter hohe Figuren auf der ehemaligen Witznitzer Brikettfabrik zu platzieren und nachts zu beleuchten. Das Projekt könnte auch Teil einer ganzen Reihe von illuminierten Landmarken im Südraum Leipzig im nächsten Jahr sein, wenn sich der Wendeherbst 1989 zum dreißigsten Male jährt. Unter dem Titel „Der Südraum leuchtet“ macht sich dafür der Förderverein zum Aufbau eines Dokumentationszentrums Industriekulturlandschaft Mitteldeutschland (DokMitt) mit seinem Vorsitzenden Walther Christian Steinbach stark.

Auch bei Rötha könnte Landmarke entstehen

Eine dieser Landmarken könnte auch bei Rötha stehen. Auf einer Geländeerhebung direkt neben der B 95, die aus einem Wall und einem Rodelberg besteht, will der Künstler zwei Figuren aufstellen, jede vermutlich noch größer als die in Borna.

In einer gemeinsamen Ausschusssitzung ging es jetzt um den Verkauf des dafür nötigen Grundstücks. Die Stadt hatte das offenbar nur für den Erwerb durch Fischer-Art ausgeschrieben.

Bedenken gegen den Grundstücksverkauf im Ausschuss

In der Sitzung machte nur der stellvertretende Bürgermeister Uwe Wellmann (CDU), der die Sitzung für den abwesenden Bürgermeister führte, Bedenken gegen den Verkauf geltend. Das Ausschreibungsverfahren bezeichnete er als „mit heißer Nadel gestrickt“. Zudem gebe es noch „Unstimmigkeiten mit dem Autobahnbau“. Nach Wellmanns Ansicht laufe die Baugrenze direkt durch das Gelände, so dass die Stadt das Grundstück möglicherweise gar nicht verkaufen dürfe. Wellmann warnte davor, mit dem Verkauf als Stadt einen Fehler zu machen.

Stadtrat soll nun am 18. Oktober entscheiden

Andere Stadträte, wie Dieter Kunze von der SPD-Fraktion, meinten, die Stadt könne verkaufen. Ob das Projekt dann durchführbar sei, wäre nicht Sache der Stadt.

Laut Wellmann möchte Michael Fischer-Art das Gelände erwerben, um Fördermittel für sein Projekt beantragen zu können. Die Figuren sollen nur drei Monate stehen. In der Frage des Grundstücksverkaufs soll nun der Stadtrat am 18. Oktober entscheiden.

Von André Neumann

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