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Rötha: Verkauf in Mölbis scheitert – Erwartungsdruck für Investor zu groß

Gasthof Rötha: Verkauf in Mölbis scheitert – Erwartungsdruck für Investor zu groß

Nach dem gescheiterten Verkauf des Gasthofes in Mölbis hat die Stadt das Gebäude neu ausgeschrieben. Dem einheimischen Investor war der Erwartungsdruck aus dem Ort zu groß. Nur zu gern hätte sich die Stadt Rötha durch einen Verkauf des Gasthofes in Mölbis entledigt.

Der Verkauf des Gasthofes Mölbis ist gescheitert, das Gebäude ist von der Stadt Rötha neu ausgeschrieben worden.

Quelle: Jens Paul Taubert

Rötha/Mölbis. Nur zu gern hätte sich die Stadt Rötha durch einen Verkauf des Gasthofes in Mölbis entledigt. Ende Mai sah es auch so aus, als könnte das gelingen. Der Stadtrat beschloss den Verkauf, der der klammen Stadt immerhin 60 000 Euro eingebracht hätte. Doch nicht lange danach sprang der Käufer ab. Die Mölbiser sind daran nicht ganz unschuldig.

Die Hoffnungen des Verkaufs ruhten auf Frank Herzog. Der 49-Jährige ist ein erfolgreicher Unternehmer und wohnt in Oelzschau. Ihn hatten schon der frühere Bürgermeister von Espenhain Jürgen Frisch und der vorherige Röthaer Bürgermeister Stefan Haym als möglichen Käufer im Visier. Letzterer ist Präsident der Dorfentwicklungsgesellschaft (DEG) Mölbis.

Schließlich, berichtet Herzog, habe er auf die Ausschreibung der Stadt Rötha hin ein Angebot abgegeben. Wohl wissend, wie er sagt, dass mit dem Gebäude, für das ein Sanierungsaufwand von rund 350 000 Euro ausgewiesen wird, auf absehbare Zeit kein Geld zu verdienen sei.

Was er nicht wusste, oder nicht bedacht hat, war, wie schwer man es als Einheimischer (Oelzschau ist Nachbarort von Mölbis und ebenso Ortsteil von Rötha) haben kann, wenn man es mit einem gemeinschaftsprägenden Gebäude und einer starken Dorfgemeinschaft zu tun hat. Die forderte nämlich in Gestalt des Ortschaftsrates immer wieder mit Nachruck, Herzog möge seine Pläne mit dem alten Gasthof öffentlich darlegen. Dabei ging es auch um die Bowlingbahn, die auch nach Schließung des Gasthofes unter Regie der DEG bis jetzt weiter genutzt wird. Deren Präsident selbst soll die Forderung, dass die dem Dorf erhalten werden müsse, an Herzog herangetragen haben.

Letztendlich wurde dem potenziellen Investor der Erwartungsruck zu groß und er zog sein Kaufangebot zurück. Einen Finanzinvestor von irgendwoher, versucht er eine Erklärung, hätte das alles wahrscheinlich nicht gestört. Wenn man in derselben Stadt wohnt, sei das anders. „Ich war nicht sicher, ob ich die Wünsche der Bevölkerung erfüllen kann“, sagt Herzog.

Für die Stadt Rötha bedeutet das, sie muss die Ausschreibung für den Gasthof von vorn aufrollen. Denn neben Herzog gab es keinen anderen Bieter. Neue Angebote können nun bis zum 31. August abgegeben werden.

Für die Mölbiser hat die Sache noch eine weitere Konsequenz: Sie verlieren die Bowlingbahn. Bürgermeister Stephan Eichhorn (parteilos) kündigte den Vertrag mit der DEG zum Ende des Sommers. Offiziell mit der Begründung, die hohen Heizkosten im Winter nicht mehr tragen zu wollen. Der Ärger über den geplatzten Verkauf dürfte dabei auch eine Rolle gespielt haben.

Von André Neumann

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