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Borna Rötha bekommt doppelte Finanzspritze
Region Borna Rötha bekommt doppelte Finanzspritze
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11:45 13.09.2018
Mit Extra-Geld vom Freistaat sollen unter anderem am Teich in Mölbis Pappeln gefällt werden. Quelle: Jens Paul Taubert
Rötha

Die Stadt Rötha kommt zweimal in den Genuss jener 70 000 Euro, die der Freistaat Sachsen Kommunen bis zum Jahr 2020 jährlich zur Stärkung des ländlichen Raumes zur Verfügung stellt. Nachdem die Summe ursprünglich für Computertechnik und Software verplant wurde, sollen die zweiten 70 000 Euro nun nahezu ausschließlich den Ortsteilen zugute kommen.

Espenhain zählt noch extra

Grund für den zusätzlichen Geldsegen ist der festgelegte Auszahlungsmodus. Das Geld wird laut Kämmerei für die ersten 1000 Einwohner gezahlt, wobei für die Berechnung der Einwohnerzahl der Gebietsstand vom 2. Januar 2015 herangezogen werde. Das bedeutet für Rötha, dass damals auf dem Gebiet der heutigen Stadt noch die selbstständige Gemeinde Espenhain existierte, die erst im Sommer 2015 nach Rötha eingemeindet wurde. Folglich gibt es die 70 000 Euro einmal für Rötha und einmal für Espenhain.

Neun einzelne Maßnahmen hat die Verwaltung dem Stadtrat vorgeschlagen, der das auch beschlossen hat. Allesamt sollen noch in diesem Jahr abgearbeitet werden. Überwiegend handelt es sich um lange gewünschte und geforderte eher kleinere Vorhaben, für die die Stadt im laufenden Geschäft aber kein Geld hatte.

Mehrere Vorhaben in Mölbis

An mehreren Ortsverbindungsstraßen, unter anderem zwischen Großpötzschau und Mölbis, sollen jetzt die Bankette abgefräst werden. Hintergrund: Weil Bankette durch nicht entfernten Streusand mehrerer Jahre und durch Bewuchs den Abfluss des Wassers in den Straßengraben verhindern, droht die Zerstörung des Fahrbahnbelags durch stehendes Wasser. Das war in Rötha schon mehrfach kritisiert worden, jetzt kann Abhilfe geschaffen werden.

In Mölbis sollen am Dorfteich Pappeln gefällt werden, einerseits aus Gründen der Sicherheit, andererseits als Teil der Sanierung des Dorfteiches. Auch für den Abriss der alten Wäscherei stellt die Stadt einen Teil des Geldes zur Verfügung, ebenso für einen Grundstückserwerb am Sportplatz. Auf dem privaten Gelände steht ein Teil der Flutlichtanlage.

Anlage für Espenhainer Wehr

Die Feuerwehr in Espenhain soll eine Abgasabsaug-Anlage bekommen, die den aktuellen Anforderungen der Unfallkasse entspricht, außerdem ist in der Kindertagesstätte der Einbau einer Türsprechanlage vorgesehen. Hinzu kommen Ausgaben für Mäharbeiten durch Firmen in Rötha und Ortsteilen, für die die Stadt die erforderliche Technik nicht besitzt. Außerdem soll die Treppe zur Gaststätte im Volkshaus saniert werden.

Im Ortschaftsrat von Mölbis begrüßte Ortsvorsteher Tobias Thieme die Verteilung des Geldes am Dienstagabend ausdrücklich. „Einige unserer Kritikpunkte haben Gehör gefunden“, kommentierte er zufrieden den Beschluss des Stadtrates in der Sitzung.

Von André Neumann

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