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Rötha erlebt Jubiläen im Jahrestakt: Stadt, Schloss, Schlosspark und Kirche

Förderverein Rötha erlebt Jubiläen im Jahrestakt: Stadt, Schloss, Schlosspark und Kirche

Eine Reihe von Jubiläen und Gedenktagen steht Rötha bevor. Die meisten betreffen das Schloss und den Schlosspark. Der Förderverein „Rötha – Gestern. Heute. Morgen.“ hat dafür jede Menge Pläne. So sollen dem Schloss-Jubiläum eine Ausstellung und eine Festschrift gewidmet werden. Auch der Sprengung soll im Jahr 2019 gedacht werden.

Auch dieses Nutria-Junge am Röthaer Schlossteich hat fast jegliche Scheu vor den Menschen abgelegt.

Quelle: André Neumann

Rötha. Es mag nicht jedermann in der Stadt bewusst sein, aber Rötha steuert in den nächsten Jahren gleich mehrere wichtige Ereignisse an, die im Sinne von Erinnerung und Gedenken gefeiert werden können. Der Förderverein „Rötha – Gestern. Heute. Morgen.“ ist es, der die Daten ins öffentliche Bewusstsein rückt.

Im nächsten Jahr jährt sich zum 890. Male die erste urkundliche Erwähnung der Stadt. 2018 könnte der 350. Geburtstag des Schlosses gefeiert werden. Ein Jahr später wird es 50 Jahre her sein, dass das Schloss gesprengt wurde. 2020 schließlich folgt das Jubiläum, welches Fördervereinschef Walter Christin Steinbach als das Highlight in der Reihe der Jahrestage ansieht: 350 Jahre Schlosspark.

Bürgermeister Stephan Eichhorn (parteilos), selbst auch Mitglied des Fördervereins, zeigt sich im ersten Moment etwas zweifelnd, ob der 890. Stadtgeburtstag wirklich gefeiert werden müsse. Dafür setzt er seinerseits noch ein echtes Jubiläum oben drauf, indem er daran erinnerte, dass 1518 als das Jahr der Fertigstellung der Marienkirche gilt, also wäre sie im übernächsten Jahr 500 Jahre alt. „Wenn wir 350 Jahre Schloss und 500 Jahre Marienkirche verbinden könnten, das wäre eine wunderbare Sache“, blickt der Bürgermeister voraus.

Der Förderverein hat unterdessen die ersten Ideen für die Jubiläen, die mit dem Schloss zu tun haben, entwickelt und der Öffentlichkeit vorgestellt. So sollen dem Schloss-Jubiläum eine Ausstellung und eine Festschrift gewidmet werden. Auch der Sprengung soll im Jahr 2019 voraussichtlich mit einer Ausstellung gedacht werden.

Weil das Schloss selbst keine baulichen Erinnerungen mehr zu bieten hat, konzentriert sich der Förderverein zunehmend auf den Schlosspark. Der, so die erklärte Absicht, soll bis zum Jubiläum einerseits ertüchtigt werden, andererseits will ihn der Verein noch stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken. Darauf zielen schon in diesem Jahr mehrere Veranstaltungen und Arbeitseinsätze wie zuletzt am 22. März, als rund zwanzig Mitstreiter und auch einige nicht zum Verein gehörende Röthaer dem Aufruf zum Reinigen einiger Wege gefolgt waren.

Bäume und Frühblüher im Schlosspark stehen am 23. April im Mittelpunkt einer Frühjahrswanderung mit dem Dresdener Botaniker Rudolf Schröder. Für den 9. September planen der Förderverein und die Stadt gemeinsam den 2. Röthaer Apfeltag, an dem die mobile Apfelpresse leckeren Saft aus frisch von der Streuobstwiese gesammelten Äpfeln erzeugt. Am selben Wochenende wird zum Gedenken an den Schriftsteller Erich Loest und zur beliebten Nacht der 1000 Kerzen eingeladen. Am 21. und 22. Oktober soll dann – auch zum zweiten Mal, dass Röthaer Parkseminar mit gemeinsamem Arbeiten und Vorträgen stattfinden. Im November wollen die Vereinsmitglieder dann weitere Bäume im Park pflanzen.

Herzstück bei der schrittweisen Verschönerung des Parkes ist der Teich, dessen Wasserqualität verbessert werden soll. Dazu ist derzeit das so genannte Drausy-Verfahren im Gespräch. Statt aufwendiger Entschlammung, soll mittels mehrerer gelochter Schläuche permanent Luft ins Wasser eingebracht werden, wodurch der Schlamm auf biologische Weise zersetzt wird. Das dauert Schätzungen zufolge etwa ein Jahr, danach würde ein Teil der Schläuche dauerhaft im Teich bleiben. Die Energie für den Kompressor, der die Luft in die Schläuche drückt, könnte über eine kleine Solaranlage auf der Insel im Schlossteich gewonnen werden.

Ein anderes Thema beim Schlossteich sind die Nutrias. Knapp zwanzig Stück der nicht hierher gehörenden Pelztiere werden derzeit gezählt. Die Vertreter des Fördervereins machen kein Geheimnis daraus, dass sie die Tiere gern los werden würden, nicht nur, weil sie mittlerweile völlig ohne Scheu und dreist auf die Schuhspitzen von Parkbesuchern losgehen. Vorerst wird darüber nachgedacht, mit einer freundlichen Beschilderung dem Füttern der Nutrias entgegenzuwirken.

Von André Neumann

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