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Borna Rötha sieht sich bei Ablehnung der Erstaufnahme bestätigt
Region Borna Rötha sieht sich bei Ablehnung der Erstaufnahme bestätigt
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13:29 22.12.2015
Die Stadt Rötha sieht sich in der Ablehnung einer Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in der Pension in der Ernst-Thälmann-Straße bestätigt. Quelle: Andreas Döring
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Rötha

Der Betreiber der Pension neben dem bereits vom Kreis selbst als Asylunterkunft genutzten Hotel hatte die Umnutzung der Pension als Flüchtlingserstaufnahmeeinrichtung mit 600 Plätzen beantragt. Der Freistaat hatte zunächst nur von einem Bedarf von 300 Plätzen in Rötha gesprochen. Warum im Umnutzungsantrag 600 standen, weiß keiner.

Die Stadt Rötha hatte das Vorhaben in ihrer vom Stadtrat einstimmig beschlossenen Stellungnahme abgelehnt. In der ausführlichen Begründung wurde dargestellt, dass eine Flüchtlingseinrichtung dieser Größenordnung in einem reinen Wohngebiet, als dass das Areal gelte, nicht zulässig sei. „Der Landkreis“, sagte Haym, habe die „städtische Ablehnung mit fast allen Punkten übernommen.“ Von einem Widerspruch des Antragstellers sei bisher nichts bekannt. Allerdings habe es „mehrere hässliche Mails“ gegeben, sagte der Bürgermeister.

Während Hayms Worte den Schluss zulassen, die Einrichtung in Rötha sei vom Tisch, klingt das seitens des Landratsamtes nicht ganz so optimistisch. Das Verfahren sei komplex, sagte Behördensprecherin Brigitte Laux. Beigeordneter Thomas Voigt ist derzeit nicht erreichbar. Laut Brigitte Laux hat das Landratsamt dem Antragsteller noch keinen ablehnenden Bescheid geschickt. Vielmehr sei die Anhörungsfrist noch einmal verlängert worden.

Von LVZ

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