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Borna Rötha verbaut nach Hochwasser eine Million Euro
Region Borna Rötha verbaut nach Hochwasser eine Million Euro
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11:35 29.04.2016
Das Rückhaltebecken der Rietzschke in Rötha wird vertieft, damit es im Hochwasserfall mehr Wasser aufnehmen kann. Quelle: André Neumann
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Rötha/Oelzschau/Pötzschau

Knapp drei Jahre nach dem Jahrhunderthochwasser von 2013 steht die Beseitigung der Schäden in Rötha vor dem baldigen Abschluss. Für fünf Maßnahmen stehen der Stadt Rötha insgesamt rund eine Million Euro zur Verfügung. Drei Projekte sind bereits fertiggestellt. Bei den beiden noch laufenden rechnet Röthas Bauamtsleiterin Regina Kirsten mit dem Abschluss bis zum 30. Juni.

Bei zwei der Vorhaben ging beziehungsweise geht es um Reparatur beziehungsweise Erneuerung von Verkehrsinfrastruktur. In Rötha hatte das Wasser der Rietzschke, welches damals unkontrolliert aus dem Rückhaltebecken floss, den nur mit Sand befestigten Gehweg der Haeckelstraße aufgespült. Hier wurde schon im Jahr 2014 der Fußweg gepflastert und mit Hochborden versehen. Rund 30 000 Euro kostete die Erneuerung des Weges.

Mit rund 124 000 Euro ist der Schaden, den das Hochwasser Ende Mai, Anfang Juni 2013 an der Brücke über den Göselbach in Großpötzschau anrichtete, mehr als viermal so hoch. So viel kostet der Abriss und der Bau einer neuen. Die Arbeiten sind im Gange. Nachdem ein Bagger zum Abriss nur gute zehn Minuten benötigte, ist jetzt das erste neue Fundament gegossen.

Die neue Stahlbetonkonstruktion mit Geländer wird 7,40 Meter lang und vier Meter breit. Derzeit ist der Fußweg zwischen Groß- und Kleinpötzschau, der über diese Brücke führt, nicht passierbar, eine Behelfsbrücke gibt es nicht. In den Sommerferien steht in Kleinpötzschau der nächste Brückenbau bevor. Dann lässt der Landkreis die Brücke über den Göselbach im Zuge der Kreisstraße in Kleinpötzschau erneuern.

Endgültige Abrechnungen stehen noch aus

In nur rund zwei Wochen Ende vorigen Jahres wurde in Oelzschau ein Stück Uferaufwallung der Gösel erneuert, die das Hochwasser überspült hatte. Für rund 55.000 Euro wurde der kleine Deich erneuert.

Die beiden größten und auch langwierigsten Posten betreffen die Rietzschke in Rötha. Mittlerweile abgeschlossen ist die Erneuerung des verrohrten Abschnitts des Baches zwischen dem Auslauf aus dem Rückhaltebecken in der Haeckelstraße bis zur Kleinen Pleiße. Die ersten rund 170 Meter wurden in offener Bauweise komplett erneuert. Auf dem restlichen gut 900 Meter langen Abschnitt entschied man sich für eine Sanierung von innen und die Reparatur von Schächten. Probleme habe es hier laut Bauamtsleiterin gegeben, weil das Rohr teilweise von Anliegern überbaut wurde. Letztlich sei der ausführenden Firma aber überall der Zugang ermöglicht worden.

Für jedermann sichtbar wird derzeit im Rietzschke-Rückhaltebecken gearbeitet, durch dessen Mitte der Bach im offenen Graben fließt. Mehrere Bagger heben Erdmassen aus, die abtransportiert werden. Ziel ist, die Aufnahmekapazität des Beckens zu erhöhen. Statt bisher 2900 Kubikmeter soll künftig ein Volumen von knapp 11.000 Kubikmetern zur Verfügung stehen, um nach Extremwetterlagen das Wasser aufzunehmen, welches die Rietzschke von den Feldern östlich von Rötha heranführt.

Dazu, erklärt Bauamtsleiterin Kirsten, wird das Becken um rund achtzig Zentimeter vertieft. Der zuvor abgenommene Mutterboden werde wieder eingebaut. Damit bleibt das Becken im Normalfall Grünland, welches einmal im Jahr gemäht wird. Die Arbeiten am Becken begannen Mitte März und sollen wie die an der Brücke in Großpötzschau Ende Juni beendet sein.

Finanziell sehe es im Moment so aus, als komme die Stadt mit den bewilligten Mitteln für die fünf Maßnahmen gut hin, schätzt Regina Kirsten ein. Die endgültigen Abrechnungen stehen noch aus.

Von André Neumann

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