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Borna Rötha will Gebühren für Sportstätten erheben
Region Borna Rötha will Gebühren für Sportstätten erheben
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23:17 27.06.2011
Vereinschef Timo Müller und Schatzmeisterin Simone Linde schauen genau auf die Zahlen. Quelle: Peter Krischunas
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Rötha

Erstmals soll dann eine Gebührenordnung in die Sportstättensatzung aufgenommen werden. Der Röthaer SV befürchtet dadurch keinen unerheblichen Mitgliederaustritt.

„Wir haben nichts gegen die Erhebung der nötigen Gebühren, nur müssten die in einem vertretbaren Rahmen bleiben", erklärt der designierte Vereinschef Timo Müller. Ein Entwurf für die Gebührenordnung liege ihm vor. „Doch da gibt es noch einigen Gesprächsstoff mit dem Bürgermeister", so Müller, der selber im Stadtrat sitzt. Genaue Vorstellungen des Vereins wollte Müller noch nicht verraten. Die Rede ist von drei Euro mehr zum monatlichen Mitgliederbeitrag. „Derzeit ist aber noch nichts in trockenen Tüchern."Röthas Oberhaupt Ditmar Haym betont, dass es nicht ausschließlich um die zusätzlichen Geldeinnahmen für die Stadt geht. „Wir wollen eine Gleichberechtigung schaffen, nämlich zwischen den Vereinsmitgliedern und den Sportlern, die von außerhalb kommen und ebenfalls unsere Sportstätten nutzen", betont Haym.Doch das Stadtsäckl ist schwer angeschlagen. Wie die LVZ berichtete, steht die Stadt Rötha bei der Zahlung der Kreisumlage mit Raten im Rückstand. Da wird jeder Euro gebraucht. Bis Ende dieses Jahres soll laut dem Bürgermeister die Gebührenordnung stehen. Zu den Sportstätten gehören zwei Turnhallen, zwei Fußballfelder und ein Bolzplatz, der Beach-Volleyball-Platz sowie eine Kegelbahn. Außerdem wird über die Übernahme der Kanusportanlage am Stausee vom SV Chemie Böhlen nachgedacht, die von den Stauseepiraten benutzt werden könnte. Der Wassersportverein existiert seit 2008. „Da mir noch kein Ergebnis vorliegt, verzögert sich auch die Entscheidung für die endgültige Gebührenordnung", sagt Haym. Mit der neuen Ordnung könnte eine Anhebung der Mitgliederbeiträge im Sportverein Rötha einher gehen. Zudem hat auch der Verein seit Jahren Probleme mit seinem Finanzhaushalt. „Das ist mir bewusst. Deshalb werden wir für den SV auch Sonderkonditionen aushandeln", sagt der Bürgermeister.Laut Simone Linde, die Schatzmeisterin im Verein, ist ein ausgeglichener Haushalt schon lange nicht mehr möglich. Die Ausgaben für Verbandsgebühren seien sehr hoch. „Würde die Stadt den jetzigen Entwurf der Gebührenordnung durchsetzen, könnten wir dicht machen", meint die Röthaerin. Die bisherigen Verhandlungen mit der Stadt gestalteten sich allerdings „sehr einvernehmlich". Deshalb ist sie sich sicher, einen gemeinsamen Konsens zu finden.

Der Verein zählt 337 Mitglieder. Darunter sind 100 Kinder, die laut Linde auch weiterhin keine Gebühren zahlen sollen.

Peter Krischunas

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