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Borna Röthaer Ausschüsse diskutieren neue Recyclinganlage
Region Borna Röthaer Ausschüsse diskutieren neue Recyclinganlage
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18:00 04.10.2017
Blick auf Röthas Rathaus. Quelle: Jens Paul Taubert
Rötha/Espenhain/Mölbis

Auf einer Sitzung beider beschließender Ausschüsse des Röthaer Stadtrates geht es Donnerstagabend um die Position der Stadt zu einer neuen Anlage, die das Unternehmen SRW Metalfloat auf dem Recycling-Firmengelände in Espenhain in Betrieb nehmen will. Die Stadt Rötha muss sich zum Antrag der Firma äußern.

Bedenken kommen aus dem Ortsteil Mölbis. Deren Vertreter im Stadtrat beziehungsweise in den Ausschüssen wollen das Vorhaben nicht blockieren, aber „Hinweise zur Stellungnahme äußern“. So hatte Ortsvorsteher Tobias Thieme jüngst eine Debatte im Ortschaftsrat zusammengefasst. Hintergrund der Mölbiser Vorbehalte gegen eine weitere Anlage, die auf dem Gelände voraussichtlich auch nachts arbeiten wird, sind Beschwerden von Einwohnern über ruhestörende nächtliche Geräusche.

Die werden seit einigen Wochen öffentlich diskutiert, spätestens seit SRW in diesem Jahr den Nachtbetrieb für eine weitere schon vorhandene Sortieranlage beantragte, nachdem andere Strecken schon nachts liefen. Während aus Mölbis immer wieder Hinweise kommen über plötzliche nächtliche Geräusche, betont das Unternehmen, es seien keine Beschwerden bekannt, weder bei SRW noch beim Landratsamt.

Laut der Debatte im Ortschaftsrat gehe es nicht um ein laufend vorhandenes „Grundgeräusch“, sondern um einzelne Erscheinungen, die ein Ortschaftsratsmitglied so schildert: „Als hätte jemand mit einer Eisenstange gegen eine Wand gehämmert.“ So etwas könne einen in der Nacht aus dem Schlaf reißen. Die nachts arbeitenden Anlagen befinden sich in Hallen, allerdings stehen die Container für die Endprodukte außerhalb. Dort können die Geräusche entstehen. Allerdings nur bei unachtsamer Arbeit, wird seitens des Unternehmens betont. Deswegen solle jeder Bürger, der nachts ein Geräusch wahrnimmt, dies möglichst sofort am nächsten Morgen melden, damit die Geschäftsführung dem auf den Grund gehen könne.

Den Willen des Unternehmens, die Störquellen aufzuspüren und abzustellen, bestätigte im Ortschaftsrat auch ein in Mölbis wohnender Mitarbeiter, der sagte: „Die wollen wirklich wissen, was los ist und geben sich Mühe“. Deswegen sollten die Hinweise über auftretenden Lärm so präzise wie möglich sein. Mit der neuen Anlage will der Espenhainer Recycling-Spezialist noch mehr aus den in Espenhain verarbeiteten Abfällen rausholen. Aus rund 20 000 Tonnen Schredderabfall, der beim jetzigen Produktionsprozess pro Jahr anfällt, sollen die darin noch enthaltenen Mengen an Kupfer und anderen Metallen gewonnen werden.

Die öffentliche Ausschusssitzung am Donnerstag beginnt 19.30 Uhr im Gemeindezentrum im Wolfschlugener Weg 1 in Espenhain.

Von André Neumann

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