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Borna Röthaer Chor singt Vaterunser auf Koreanisch
Region Borna Röthaer Chor singt Vaterunser auf Koreanisch
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05:03 28.04.2018
Kantor Jihoon Song an der Silbermannorgel der St. Georgenkirche in Rötha. Quelle: Archiv / Uwe Herrmann
Rötha

Die Kirchgemeinde Rötha nimmt am Sonntag Abschied von Jihoon Song. der Südkoreaner hat drei Jahre lang die musikalischen Fäden zwischen Kirchgemeindehaus, Marien- und Georgenkirche gesponnen. Als Interimskantor vertrat er Kantorin Elisabeth Höpfner. Nach der Geburt ihres Kindes und der anschließenden Elternzeit kehrt die Leipzigerin am 2. Mai in die Gemeinde zurück.

Letzte Chorprobe mit koreanischem Imbiss

Vom Kirchenchor hat Jihoon Song sich schon am Mittwoch nach der letzten Probe verabschiedet. Mit einem koreanischen Imbiss für alle. Am Sonntag folgt der große Abschied, dann beginnt 10 Uhr ein Gottesdienst in der Georgenkirche, bei dem neben dem üblichen Ablauf auch jede Menge Abschieds- und Dankesworte gesagt werde dürften.

Denn der Südkoreaner, der 2011 nach Deutschland kam, hat während seiner drei Jahre in Rötha viel bewegt. „Er ist energiegeladen und temperamentvoll und hat viele Leute angestachelt“, sagt Pfarrer Christoph Krebs über den 33-Jährigen.

Kantor ruft neue Konzertreihe ins Leben

Der ehrgeizige und auch erfolgreiche Organist hat sich nicht nur in die Herzen vieler Röthaer gespielt, er hat sich auch von Anfang an um mehr öffentliche Aufmerksamkeit für Kirchenmusik und für die beiden Röthaer Silbermannorgeln bemüht. Dabei ist er etliche neue Wege gegangen. Ganz zuletzt ruft er gemeinsam mit den Sängerinnen und Sängern des Chores noch einen Silberklängevorstand ins Leben, in Anlehnung an die von ihm kreierte Konzertreihe namens „Silberklänge“. Ansprechpartner dafür ist Chorsängerin Sonja Sonneck. „Das ist ein Ausschuss“, sagt sie, „der die Kantorin bei der Durchführung der Konzerte unterstützen will.“

Auch zum Abschiedsgottesdienst wartet Song noch einmal mit einer musikalischen Besonderheit auf. Der Kirchenchor wird das Vaterunser auf koreanisch singen. Und zwar nach der Komposition von Albert Hay Malotte (1895 bis 1964) aus dem Jahr 1935.

Nach dem Ende seiner Anstellung in Rötha wird Jihoon Song zunächst für die nächsten rund drei Monate als Organist für die Kirchgemeinde Lindenau-Plagwitz in Leipzig arbeiten.

Von André Neumann

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