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Borna Röthaer Gemeinde feiert 500 Jahre Marienkirche
Region Borna Röthaer Gemeinde feiert 500 Jahre Marienkirche
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14:23 09.09.2018
Oberlandeskirchenrat Peter Meis bei seiner Predigt anlässlich des Jubiläums der Marienkirche in Rötha. Quelle: Thomas Kube
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Rötha

Die Geschichte der Marienkirche in Rötha soll mit einem „groß Geläufe“ zu einem wundersamen Birnbaum begonnen haben. Nun ist die einstige Wallfahrtskirche 500 Jahre alt, und das feiern die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde und die Stadt Rötha mit einer Festwoche, die am Sonntag mit einem festlichen Gottesdienst begann. Unter den reichlich 100 Besuchern waren auch die Bundestagsabgeordnete Katharina Landgraf und der Landtagsabgeordnete Georg-Ludwig von Breitenbuch (beide CDU), Vertreter von Röthas Partnerstadt Murrhardt, die gerade in Rötha zu Gast sind, der ehemalige sächsische Regierungspräsident und ehemalige Marienkirchenpfarrer Walter Christian Steinbach sowie der frühere Pfarrer Gerd Mucke, Vorgänger des heutigen Pfarrers Christoph Krebs.

Ein Festgottesdienst wurde am Sonntag anlässlich des fünfhundertjährigen Bestehens der Kirche St. Marien in Rötha gefeiert: Die Predigt hielt Oberlandeskirchenrat Peter Meis. Für musikalischen Glanz sorgte neben dem Kirchenchor die Sängerin Alba Vilar-Juanola.

Oberlandeskirchenrat Peter Meis nahm die, wie er sagte „mehr als 20 Generationen“ lange Geschichte der Marienkirche zum Anlass, in seiner Predigt über das Phänomen der Zeit nachzudenken. Pfarrer Christoph Krebs dankte „allen, die dazu beigetragen haben, dass die Kirche ein so schönes Aussehen bekommen hat.“ Immerhin sei die kurz nach dem Zweiten Weltkrieg verwahrlost gewesen, mit offenem Dach und kaputten Fenstern. Damals wurde verhindert, was laut Pfarrer Krebs der Rat des Kreises als Bitte vorgetragen hatte: Dass man die Steine der Kirche für den Wohnungsbau benutzen könnte.

Die Sopranistin Alba Vilar Juanola sorgte neben dem Kirchenchor für die musikalische Umrahmung des Festgottesdienstes. Quelle: Thomas Kube

Stattdessen, daran erinnerte Bürgermeister Stephan Eichhorn (parteilos), der Vorsitzende des 2003 gegründeten Fördervereins für die Marienkirche, sei 1990 eine neue Zeit angebrochen, die vieles möglich gemacht habe, was zuvor unmöglich schien. Nach der Außensanierung in der Zeit von Pfarrer Gerd Mucke und nach 15 Jahren erfolgreichen Wirkens des Fördervereins, der sich auf institutionelle Förderer und sehr viele private Spender stützen konnte, besitzt die sanierte Kirche ihren „ursprünglichen, zurückhaltenden Charme“, wie Krebs sagte. Möge sie „für viele Menschen ein so schöner Ort der Besinnung bleiben“, drückte Eichhorn die Hoffnung vieler aus, der wie Krebs manche Entwicklung der letzten Jahre als Wunder bezeichnete. Die Jubiläumsfeierlichkeiten gehen mit Konzerten, Vorträgen und einem weiteren Gottesdienst weiter.

Von André Neumann

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