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Röthaer Gewerbeverein fürchtet um diesjährigen Weihnachtsmarkt

Finanzierung teils offen Röthaer Gewerbeverein fürchtet um diesjährigen Weihnachtsmarkt

Ist in diesem Jahr der Weihnachtsmarkt in Rötha in Gefahr? Im städtischen Veranstaltungskalender ist er für den 3. Dezember aufgeführt. Doch Gewerbevereinschef Rainer Rademacher fürchtet, die Stadt könnte als Finanzierungspartner ausfallen. Es geht unter anderem um rund 800 Euro für die Tontechnik der Bühne.

Alljährlicher Höhepunkt auf dem Weihnachtsmarkt in Rötha ist das Märchen des Karnevalvereins. Doch derzeit ist unklar, wie dieses Jahr die Bühnentechnik für die Aufführung finanziert wird.

Quelle: Gislinde Redepenning

Rötha. Ist in diesem Jahr der Weihnachtsmarkt in Rötha in Gefahr? Im städtischen Veranstaltungskalender ist er für den 3. Dezember aufgeführt. Doch nach einem Gespräch des Veranstalters, des Gewerbevereins Rötha-Espenhain, mit der Stadtverwaltung sieht Gewerbevereinschef Rainer Rademacher zwei wesentliche Zugpferde des Adventsnachmittages gefährdet. Es geht um rund 800 Euro für die Tontechnik für die Bühne, die unter anderem für das beliebte und viele Leute anziehende Weihnachtsmärchen des Karnevalsvereins KCR gebraucht wird. Und um weitere rund 600 Euro, die der Transport und das Aufstellen des Weihnachtsbaumes kosten.

Der LVZ sagte Rademacher: Die Stadtverwaltung und der Gewerbeverein hätten sich bisher in die Kosten für den Weihnachtsmarkt geteilt. „Jetzt sieht es so aus, als ob ein Partner ausfällt“, befürchtet der Vorsitzende des Gewerbevereins.

Dabei seien die Kosten für die Tontechnik eigentlich fast gedeckt, sagt der Gewerbevereinschef und erhält für diese Ansicht Rückendeckung von Olaf Kuhnhardt, Vizepräsident des KCR. Beide erinnern daran, dass die Standgebühren, die von den Teilnehmern am Weihnachtsmarkt seit ein paar Jahren gezahlt werden, nur dafür eingeführt worden waren, damit die bessere Tontechnik angemietet werden kann. „Die Kosten werden dadurch zu rund 75 Prozent eingespielt“, sagt Kuhnhardt. Die Stadt nimmt die Standgebühren ein.

Das Thema erreichte auf der jüngsten Sitzung auch den Stadtrat. Timo Müller von der Linken-Fraktion teilte mit, er habe gehört, „der Weihnachtsmarkt soll kurz vor dem Aus sein.“ Der stellvertretende Bürgermeister Pascal Németh (Rötha Land) gab daraufhin die Haltung der Verwaltung wieder, die Stadt könne sich die Kosten nicht leisten. Was Finanzausschussmitglied Hendrik Reichel (Linke-Fraktion) mit den Worten untermauerte: „Das sind freiwillige Leistungen, wir dürfen das nicht, weil wir uns in der Haushaltkonsolidierung befinden“. Deswegen, fügte er hinzu, sei es wichtig, die Angelegenheit frühzeitig zu kommunizieren, um Lösungen zu finden. Und auch Németh bekräftigte: „Es hat noch niemand behauptet, dass der Weihnachtsmarkt nicht stattfindet und dass es kein Weihnachtsmärchen gibt.“

Der Vorschlag, die Standgebühren von jetzt rund 30 Euro zu erhöhen, stößt bei mehreren Stadträten und auch bei Rainer Rademacher auf Ablehnung. Die meisten Stände, sagt der, würden von Röthaer Vereinen betrieben. Und die wenigen Händler, Bierverkäufer, Fischwagen, Bäcker und Weihnachtsbaumverkäufer würden an dem einen Nachmittag auch nicht so viel Umsatz machen, das man die Gebühr erhöhen könnte. Man sei im Gegenteil froh, dass man Händler finde, die für nur einen Nachmittag auf den Röthaer Markt kommen.

Katja Wellmann (CDU) erinnerte im Stadtrat daran, dass der Transport des Weihnachtsbaumes im vorigen Jahr von Stadträten mit deren Sitzungsgeldern bezahlt worden war. Für Németh ein Zeichen dafür, dass es „Mittel und Wege gibt, den Weihnachtsmarkt zu finanzieren“. Stadtrat Peter Petters (Linke) aus Espenhain kündigte gegenüber der LVZ an, er werde von seinen Sitzungsgeldern als Stadt- und Kreistagsmitglied 100 Euro beisteuern.

Rainer Rademacher braucht von der Stadt in dieser Woche das Signal, dass die Tontechnik bezahlt wird. Um den Transport des Weihnachtsbaumes werde sich der Gewerbeverein selbst kümmern. Die Technik kam bisher von der Firma Schlösserbau. Rademacher will nachfragen, ob Kran und Tieflader in diesem Jahr gesponsert werden könnten. „Wir dürfen nicht sterben lassen, was wir in 25 Jahren aufgebaut haben“, sagt der Gewerbevereinschef.

Von André Neumann

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