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Borna Röthaer Stadtrat stimmt Verkauf des Gasthofes Mölbis zu
Region Borna Röthaer Stadtrat stimmt Verkauf des Gasthofes Mölbis zu
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00:18 01.06.2017
Der Röthaer Stadtrat beschloss den Verkauf des einstigen Gasthofes in Mölbis. Offen ist, was der Erwerber damit vor hat. Quelle: Jens Paul Taubert
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Rötha/Mölbis

Der Verkauf des ehemaligen Gasthofes in Mölbis ist jetzt vom Röthaer Stadtrat beschlossen worden. Käufer ist der Mitinhaber eines in Espenhain ansässigen und deutschlandweit tätigen Unternehmens. Laut Beschluss soll das Gebäude samt gut 2000 Quadratmeter großem Grundstück für 60 000 Euro den Besitzer wechseln. Der Beschluss wurde auf der jüngsten Sitzung des Stadtrates einstimmig gefasst. Dennoch signalisierte der Mölbiser Ortsvorsteher Tobias Thieme, Stadtratsmitglied der Fraktion Rötha Land, Unzufriedenheit darüber, dass der Ortschaftsrat keine Kenntnis über die Pläne des Käufers und über die konkreten Inhalte des Kaufvertrages habe.

Das Gebäude war 1974 als Kulturhaus eröffnet worden. Die letzte Pächterin stellte den Gaststättenbetrieb Ende 2015 ein. Die Dorfentwicklungsgesellschaft Mölbis kümmerte sich seitdem darum, dass die zum Haus gehörende Bowlingbahn von den Mölbisern weiterhin genutzt werden konnte.

Wie es damit nach dem Verkauf weitergeht, ist eine der ungeklärten Fragen, die die Mölbiser offenbar umtreiben. Thieme bat deswegen im Stadtrat darum, dass der Kaufvertrag vor der Unterzeichnung noch vorgestellt werden soll und bedauerte, dass der Ortschaftsrat in die Verkaufsvorbereitungen nicht einbezogen wurde. „Es hat nicht ein Gespräch zwischen dem Käufer und dem Ortschaftsrat gegeben“, erklärte er. Gleichzeitig räumte Thieme ein, dass der Verkauf die einzige Möglichkeit ist, „Bewegung in die Sache zu bringen“.

Thiemes Fraktionskollege Pascal Németh, der als Stellvertreter des Bürgermeisters die Sitzung leitete, warnte allerdings davor, dem Käufer zu viel abzuverlangen. Der habe schon in seinem Gebot formuliert, er wolle den Gasthof weiter betreiben. Ohnehin weise das Gebäude einen Sanierungsbedarf von schätzungsweise 350 000 Euro auf. Németh formulierte die Befürchtung: „Wenn wir weitere Nebenbedingungen stellen, wird er uns vermutlich abspringen.“ Im Verkaufsbeschluss ist nur formuliert, das Objekt werde einer „für die Region und den Ort Mölbis attraktiven Nutzung“ zugeführt. „Allgemeiner geht es nicht“, stellte Thieme diesbezüglich fest.

Dennoch empfahl Peter Petters (Linke), das Gespräch zu suchen und mit dem Erwerber über offene Fragen wie den Betrieb der Bowlingbahn zu reden.

Vermutlich als rhetorische Geste gemeint, informierte Pascal Németh über einen Hinweis des Bürgermeisters. Der würde beim Verkauf einer Gruppe von Mölbisern, die den Gasthof übernehmen würden, den Vorzug geben. Die Frage in den Saal nach spontanen Interessensbekundungen blieb unbeantwortet. Der Verkaufsbeschluss fiel einstimmig.

Von André Neumann

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