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Röthaer startet mit Schlittenhunden durch

Röthaer startet mit Schlittenhunden durch

Es auf seine alten Tage ruhig angehen zu lassen, ist nicht das Ding von Gerhard Baumann. Ganz im Gegenteil startet der Röthaer Schäfer mit seinen 65 Jahren noch einmal richtig durch.

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Späte Leidenschaft für Rennen im Schlittenhundewagen: Schäfer Gerhard Baumann aus Rötha pflegt diesen Sport seit zwei Jahren. Der Späteinsteiger ist überaus erfolgreich und startet in diesem Jahr erstmals bei der Weltmeisterschaft.

Quelle: Roger Dietze

Rötha. Vor zwei Jahren hat er sich vom Schlittenhundewagenrenn-Virus infizieren lassen und geht Ende Oktober zum zweiten Mal bei der Deutschen sowie erstmals bei der Weltmeisterschaft an den Start - mit ehrgeizigen Zielen. Wie so oft im Leben, spielte der Zufall die entscheidende Rolle. „Ein Bekannter, der hobbymäßig Schlittenhundewagenrennen fuhr, sprach mich vor reichlich zwei Jahren an, ob er bei mir trainieren könne", erinnert sich Gerhard Baumann. Der Schäfer, der vor 22 Jahren der unerschöpflichen Schafweidegründe in der Tagebaufolgelandschaft wegen seinem Lebensmittelpunkt in den Leipziger Südraum verlegte, kam beim Blick auf den Schlittenhundewagen auf eine Idee. „Für den Muskelaufbau meiner Deutschen Schäferhunde, so dachte ich mir, könnte dieses Gefährt das ideale Trainingsgerät sein." Nur wenig später war der erfolgreiche Züchter im Besitz eines Schlittenhundewagens und drehte die ersten Runden mit seinen vierbeinigen Schützlingen. „Dieses Training hat sich ausgezahlt", sagt der 65-Jährige, der wenig später seine ersten Huskys erwarb und mit ihnen auf die Strecke ging.So richtig Feuer für den Schlittenhundewagenrennsport fing Baumann, als er vier ausgediente Jagdhunde der Rasse Hounds geschenkt bekam, die er wieder aufpäppelte und vor seinen Wagen spannte. „Ich war sofort begeistert von ihnen, weil sie noch einmal schneller und ausdauernder waren als die Huskys."Und schnell war von diesem Zeitpunkt an auch das Gespann des Röthaer Schäfers unterwegs. Zu schnell für die Konkurrenz. Eingeladen in ein Trainingslager im thüringischen Moosbach, fuhr der Neuling in der Szene eine schnelle Runde nach der anderen. „Die etablierten Fahrer haben nur gestaunt und gemeint, ich müsste unbedingt Rennen fahren", erinnert sich Baumann. Drei Rennen zur Mitteldeutschen Meisterschaft später hatte der Oldie den Meistertitel 2009 in der Tasche, im Jahr darauf folgte ein zweiter Platz. Hinzu kommen die Einstellung eines 20 Jahre alten Streckenrekords im fränkischen Lauf, Titel in Bayern und Baden-Württemberg sowie ein dritter Platz bei der vorjährigen Deutschen Meisterschaft, die Baumann um ein Haar gewonnen hätte, wenn sein Führungshund im ersten von zwei Läufen nicht das Ziel verfehlt hätte.Aus 14 Rennen, an denen er teilnahm, ging Gerhard Baumann elfmal als Sieger hervor, zweimal erreichte er auf dem zweiten und einmal auf dem dritten Platz das Ziel. „Ich beschäftige mich mit Hunden, so lange ich denken kann und züchte sie seit meinem 14. Lebensjahr, sprich ich habe einfach das richtige Feeling im Umgang mit diesen Tieren", glaubt der rüstige Senior die Gründe für seine Erfolge zu kennen. Erfolge, an die er in diesem Jahr bei der Deutschen Meisterschaft Ende Oktober in Senne bei Bielefeld und bei der Weltmeisterschaft im münsterländischen Borken Mitte November anknüpfen will. „Ich will immer gewinnen, und deshalb fahre ich auch zu diesen beiden Wettkämpfen, um zu gewinnen", so der Spätstarter in Sachen Schlittenhundewagenrennen, der im kommenden Jahr etwas kürzer zu treten vorhat. „Ich beabsichtige mich auf die Sechserklasse, sprich das Fahren mit sechs Hunden, zu konzentrieren, weil man in dieser Klasse nicht mehr so viel mitlaufen muss respektive der höheren Geschwindigkeit wegen nicht mehr kann."

Roger Dietze

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