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Borna Röthaer wird wegen versuchten Totschlags angeklagt
Region Borna Röthaer wird wegen versuchten Totschlags angeklagt
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17:30 26.02.2018
Vorm Landgericht Leipzig muss sich ein Röthaer wegen des Vorwurfs Totschlags verantworten. Quelle: Uli Deck/dpa
Rötha/Leipzig

Am Montagmorgen begann im Leipziger Landgericht der Prozess wegen versuchten Totschlags gegen Günter M. aus Rötha. Der 65-jährige Rentner wurde in Handschellen von zwei Vollzugsbeamten in den Gerichtssaal 115 geführt. Er ist derzeit in Untersuchungshaft im Leipziger Gefängnis. Der grauhaarige Mann in Jeans und Wollpullover nahm auf der Anklagebank Platz, sprach danach sofort aufgeregt auf seinen Verteidiger ein und blätterte hektisch in seinen Papieren.

An diesem ersten Verhandlungstag wurde lediglich die Anklageschrift von Staatsanwalt Torsten Naumann verlesen. Er listete auf, was Günter M. im stark alkoholisierten Zustand zwischen April und September 2017 getan haben soll.

Auseinandersetzungen mit dem Nachbarn

Demnach kam es an mehreren Tagen zu unterschiedlichen Zeiten – morgens, mittags und nachmittags – zu Auseinandersetzungen mit einem Bekannten des Röthaers, der im gleichen Haus wohnt.

M. soll dem Nachbarn im April mit einem Aschenbecher aus Glas und im Mai mit einer Flasche auf den Kopf geschlagen haben. Platzwunden waren die Folgen. Im August soll er mit einem Tischbein den Bekannten am Kopf und im Gesicht verletzt haben. Die Taten ereigneten sich sowohl in der Wohnung des Angeklagten als auch in der des Opfers.

Lebensgefährliche Verletzungen

Bei einem besonders schweren Vorfall am 2. September gegen 12.30 Uhr soll Günter M. nach einer verbalen Auseinandersetzung seinen Bekannten wiederum mit einem Tischbein traktiert haben. Die Schläge trafen Kopf und Körper. Das Opfer erlitt „lebensgefährliche Verletzungen“, unter anderem einen Schädeldachbruch, sagte Staatsanwalt Naumann.

Schwere räuberische Erpressung

Angeklagt wird der Röthaer außerdem wegen schwerer räuberischer Erpressung. So soll am Morgen des 30. Juni ein anderer Bekannter zu ihm in die Wohnung gekommen sein und 50 Euro zurückverlangt haben, die er Günter M. geborgt hatte. Der Angeklagte soll daraufhin in etwa gesagt haben „Darauf kannst du warten bis zum jüngsten Tag!“ und den Mann mit einer Eisenstange bedroht haben. Dieser floh danach aus der Wohnung.

Der Beschuldigte hätte nach dem Verlesen der Anklageschrift dazu Stellung nehmen können. Doch sein Verteidiger Markus Czempik hatte dem Gericht schon vorab mitgeteilt, dass sein Mandant davon zunächst keinen Gebrauch machen wird.

Der Prozess wird am Mittwoch fortgeführt. Insgesamt sind vier Verhandlungstage angesetzt.

Von Claudia Carell

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