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Rückbau in Gnandorf und Borna-Ost

Rückbau in Gnandorf und Borna-Ost

Borna. Der Stadtrat hat auf seiner Sitzung gestern Abend im Goldenen Stern die Städtebaulichen Entwicklungskonzepte für die Innenstadt, die östliche Innenstadt sowie Gnandorf beschlossen.

. Damit sind die Weichen für die Beantragung von Fördermitteln gestellt worden.

Die Bornaer Innenstadt ist geprägt von eine relativ geschlossenen Bebauung sowie grünen Flächen, etwa entlang der Wyhra oder auch rund um die Dinterschule. Das Vorhandensein von Dienstleistungen und Gewerbe ist eine Voraussetzung, um Fördertöpfe anzapfen zu können, mit denen sowohl Missstände behoben als auch Potenziale des Stadtzentrums ausgeschöpft werden können. Als Missstände gelten dem Städtebaulichen Entwicklungskonzept zufolge nennenswerte bauliche Mängel an Gebäuden in der Breiten Straße oder in der Bahnhofstraße. Ziel müsse es sein, die vorhandene Mischung aus Wohnen und Einzelhandel zu erhalten. Zudem gehe es darum, die touristische Attraktivität des Gebiets, etwa durch die bessere Einbindung der Wyhra, zu erhöhen.

Vergleichsweise klein ist die so genannte östliche Innenstadt. Gemeint ist damit das Gebiet rund um die Neuseenland-Grundschule. Hier wie auch in Gnandorf gehe es um den Rückbau nicht mehr benötigter Wohnungen. Zugleich betonen die Planer aber, dass im Bornaer Osten das Angebot an Sport- und Freizeitmöglichkeiten ausgebaut werden sollte. Zudem müssten die Gebäude „energetisch ertüchtigt" werden.

In Gnandorf, 13,5 Hektar groß, sieht das Konzept, das gestern Abend den Stadtrat passierte, einen „nachhaltigen Rückbau" vor – neben Wohnungen auch von Versorgungsleitungen für Wärme und Strom. Zugleich müsse das jüngste DDR-Neubaugebiet attraktiv für junge Familien wie für ältere Menschen werden – und zwar „sozial verträglich" wie es heißt.

Ein akutes Problem sprach Linken-Stadtrat Frank Feldmann an. Die einstige Kaufhalle in Gnandorf sei schon längst zum Anziehungspunkt für Kinder und Jugendliche geworden, die dort etwa Feuer legten. Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) verwies auf die Schwierigkeiten mit dem Eigentümer des Gebäudes. Zwar versuche die Stadt das Gebäude zu erwerben, aber das sei kurzfristig nicht möglich.

Nikos Natsidis

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