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Borna Ruhe, Idylle und ein Farbenspiel wie in der Karibik
Region Borna Ruhe, Idylle und ein Farbenspiel wie in der Karibik
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00:26 29.07.2015
Wasserspaß pur: Am Badestrand des Hainer Sees genießen Dauercamper und Feriengäste rund um Ilka Kunze (3.v.l.) und Claudia Müller (2.v.r.) die optimalen Bedingungen. Quelle: Gislinde Redepenning
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Kahnsdorf

Das im März offiziell eröffnete Areal ist ausgebucht, die beiden Damen haben alle Hände voll zu tun.

Auch Hausmeister Olaf Döring, der "Mann mit den goldenen Händen" und einem Faible für Boote, ist ständig im Einsatz. "Man merkt, dass Ferien sind", lacht Claudia Müller, die sich über den Ansturm freut. 90 Stellplätze, davon 45 für Dauergäste, sind komplett belegt. Hundestrand und Lagerfeuerplatz, moderne sanitäre Anlagen und ein Spielplatz mit einem herrlich maritim anmutenden Kletter-Leuchtturm gehören zur Ausstattung. Ein Surfspot ist geplant.

"Schon im August letzten Jahres wanderten die ersten Interessenten übers Gelände", erzählt Claudia Müller. "Kurz vor Ostern hatte es noch geschneit, aber selbst das hielt unsere Besucher nicht ab, wir waren von Beginn an gut besucht."

"Auch wir sind denen damals auf die Ketten gegangen", lacht Dietmar Hertling, der für die Doppelparzelle mit Sohn Ingo am liebsten einen "Pachtvertrag auf Lebenszeit" hätte. Mit seiner Frau Monika und Wellensittich Bubi reist er aus Limbach/Oberfrohna in sein neu entdecktes Surferparadies an. Früher waren sie im Speicherbecken Borna unterwegs. Da das Hochwasserrückhaltebecken immer mal wieder gesperrt ist, sah er sich nach anderen Möglichkeiten um, mit einem einleuchtenden Argument: "Ich bin über 70, da habe ich keine Zeit zu verschenken." Die Lage direkt am Ufer sei grandios, da komme man den Badegästen nicht in die Quere. Die beste Windrichtung erkennen sie dank der Leipziger Patchworkfamilie Schulz und Gruhle, die sich mit Kind, Kegel und Surf-Utensilien rund um ein "Dübener Ei" gemütlich eingerichtet und eine Piratenflagge gehisst hat.

"Für meine Frau ist es beruhigend, dass auch von der Lagune Kahnsdorf aus immer etwas los ist auf dem See. Das gibt ihr Sicherheit, denn sie befürchtet, Neptun könne mich wegfangen", schmunzelt Hertling. Beide loben das harmonische Miteinander und die gegenseitige Rücksichtnahme, die ersten Dauergäste sind inzwischen dicke Freunde geworden, die sich gerne am Snack-Truck des Geraers Norman Kayser treffen. Der lockt seit drei Wochen mit kulinarischen Genüssen und kalten Getränken. "Eine absolute Bereicherung", stellt Claudia Müller fest.

Regelrecht ins Schwärmen gerät Lothar Becker, obwohl er in seiner Heimatstadt Kiel mit einem Paradies aus Wasser, Wellen, Wind und Meer verwöhnt wird. Seit Jahren regelmäßig zu Besuch bei der Schwester seines Freund Mathias Hoppe in Rötha, hatten sie ihr Wohnmobil auf dem Hof geparkt. "Kein Vergleich mit diesem Ausblick, das ist hier ein Traum. Je nach Sonne und Licht ändern sich beim Blick über das Wasser die Farben. Das ist einfach wunderschön, fast wie in der Karibik." Hotelburgen in Touristenzentren sind nicht sein Ding. Mehrmals täglich springen sie in die Fluten, ebenso wie Dauergast Dirk Böhmer aus Freital. Er hat sich viele Alternativen angesehen, auch im Lausitzer Seenland. "Da ist mir das Wasser zu sauer, hier ist die Qualität viel besser," hat er festgestellt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.07.2015
Gislinde Redepenning

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