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Borna Run aufs Kinder- und Jugendparlament in Borna: 30 Bewerber für 15 Sitze
Region Borna Run aufs Kinder- und Jugendparlament in Borna: 30 Bewerber für 15 Sitze
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12:07 15.06.2016
Der 16-jährige Jonas Lawrenz (li.) kandidiert zum ersten Mal für das Kinder- und Jugendparlament. Inya-Tinko Rabold (re.) nimmt noch bis Sonntag Stimmzettel entgegen. Quelle: Julia Tonne
Borna

Die Resonanz in Borna zum Kandidatenaufruf für die diesjährige Wahl des Kinder- und Jugendparlaments (KiJuPa) ist so hoch wie noch nie – 30 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zehn und 20 Jahren haben sich als Kandidaten aufstellen lassen. Gewählt werden kann noch bis Sonntag, Jugendreferent Inya-Tinko Rabold ist in den kommenden Tagen in Borna unter anderem an den Schulen mit den Stimmzetteln und Wahlurnen unterwegs.

Diesmal habe sich nach seiner Aussage „ein starker Schwung von Zehntklässlern“ aufstellen lassen, vereinzelt seien auch Schüler der fünften und sechsten Klassenstufe unter den Kandidaten. Grundschüler hingegen konnten sich in diesem Jahr nicht dazu durchringen, das Parlament unterstützen zu wollen. Insgesamt besteht das Gremium aus 15 Schülern und (angehenden) Studenten, die entweder in Borna wohnen oder zur Schule gehen. Bemerkenswert ist, dass sich viele Nachwuchspolitiker, die bereits im Kinder- und Jugendparlament mitarbeiten, wieder zur Wahl stellen, allerdings sind auch 21 „Frischlinge“ diesmal mit von der Partie, die ohne jegliche Vorerfahrungen kommen. Die aber sind auch nicht notwendig, „den Jugendlichen ist es einfach wichtig, über das Gremium an die entsprechenden Stellschrauben in der Stadt heranzukommen“, macht Rabold deutlich.

Die 15 stehen am Sonntagabend fest, müssen aber ihrer Wahl zunächst noch zustimmen. Die konstituierende Sitzung findet dann im August statt. Bis dahin haben die jungen Parlamentarier Gelegenheit, sich über mögliche Aufgabenfelder Gedanken zu machen. Denn zu tun gibt es genug. Immerhin ist das Kinder- und Jugendparlament längst, wie es Rabold ausdrückt, „in der Stadtgesellschaft angekommen“ und kümmert sich entsprechend um vieles, was die Jugendlichen betrifft. Das reicht von verschiedenen Projekten wie Poetry Slam und Workshops über die Öffentlichkeitsarbeit bis hin zur ständigen Vertretung im Stadtrat.

„Die Kandidatenliste zeigt deutlich, dass es eben nicht so ist, wie viele immer behaupten – der Jugend von heute sei alles egal“, sagt Hans-Robert Scheibe, Sprecher der Stadt. Der große Zuspruch sei ein eindeutiges Zeichen, dass es den jungen Menschen in Borna eben nicht gleichgültig sei, was hier passiert. „Sie wollen aktiv von ihrem Recht auf Beteiligung und Mitbestimmung Gebrauch machen.“

Einer der Kandidaten ist Jonas Lawrenz, der vom Schülerrat entsendet wird. Der 16-jährige Zehntklässler vom Bornaer Gymnasium ist bereits seit einem Jahr bei den liberalen Schülern Vizelandeschef in Sachsen und hat sein Interesse an Politik bei der letzten Bundestagswahl entdeckt. „Politik ist meins“, sagt er. Was ihn besonders fasziniere, sei das Zusammenwirken von Völkern, Generationen und Machtverhältnissen. Dass er nun für das Kinder- und Jugendparlament kandidiert, passe perfekt zu ihm. „Einmischen vor der Haustür und die Interessen der Kinder und Jugendlichen in der Stadt vertreten – darum geht es mir.“

Gewählt werden kann am Mittwoch im Gymnasium Am Breiten Teich in der Zeit von 9 bis 13.30 Uhr, am Donnerstag und am Freitag in der Dinter-Oberschule im Wahl-Mobil. Der letztmögliche Wahltermin ist Sonntag, der 19. Juni, zwischen 14 und 18 Uhr in der „Alten Wache“, Markt 2. Am Donnerstag ist Rabold zusätzlich in der Stadt unterwegs, unter anderem beim Borna City Beach, um auf Stimmenfang zu gehen. Zu den Grundschulen sowie Jugendeinrichtungen kommt er auf Zuruf. Dazu kann eine Anfrage per E-Mail an kijupa@borna.de oder über die Telefonnummer 03433/873158 gestellt werden.

Alle weiteren Informationen rund um die Wahl und die Kandidatinnen und Kandidaten gibt es im Internet auf der Seite www.jupa-borna.de.

Von Julia Tonne

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