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Rund 200 Teilnehmer beim Radrennen in Neukieritzsch

1. Mai Rund 200 Teilnehmer beim Radrennen in Neukieritzsch

Aus einer Bierlaune heraus hat sich in Neukieritzsch innerhalb kürzester Zeit eine überregionale Sportveranstaltung entwickelt. Zum dritten Mal fand am Tag der Arbeit der „Große Preis der Parkarena“ statt, diesmal mit rund 200 Teilnehmern und wieder viel Stimmung an der Strecke.

Auch bei den Rennen um den Großen Preis der Parkarena benötigt jeder Teilnehmer eine Startnummer.

Quelle: Roger Dietze

Neukieritzsch. Aus einer Bierlaune heraus hat sich in Neukieritzsch innerhalb kürzester Zeit eine überregionale Sportveranstaltung entwickelt. Zum dritten Mal fand am Tag der Arbeit der „Große Preis der Parkarena“ statt. Dem veranstaltenden Verein „Sportfreunde Neukieritzsch“ lagen bereits im Vorfeld knapp 180 Anmeldungen vor, so dass die tatsächliche Teilnehmerzahl bei rund 200 gelegen haben dürfte.

„Angefangen haben wir 2014 mit 120 Teilnehmern, im vergangene Jahr waren es an die 140“, berichtet Mirko Franz aus der noch jungen Radsportabteilung der Sportfreunde. Franz war auch Teil jener Runde, die vor reichlich zwei Jahren den Plan für den Großen Preis schmiedete. „Wir wollten am 1. Mai etwas Dauerhaftes auf die Beine stellen, wobei wir nicht so recht wussten, in welche Richtung die ganze Sache gehen sollte“, so der sportliche Leiter des Großen Preises. Dass man schließlich auf die Idee eines Radrennens gekommen ist, habe man nicht bereut.

„Na ja, was den Aufwand betrifft, bereuen wir es schon manchmal“, so Franz augenzwinkernd. Denn dieser sei enorm, auch wenn es sich bei der Veranstaltung „nur“ um ein Kriterium handele. „Ein Straßenrennen wäre aufgrund der Absperrmaßnahmen für unseren Verein allein unter finanziellen Gesichtspunkten nicht zu stemmen“, so Mirko Franz. Dessen Verein ist mit dem Großen Preis der Parkarena Teil der sächsischen Rennserie, in deren Verlauf in diesem Jahr 60 Straßenrad-, Bahnrad- sowie Radcross-Veranstaltungen zwischen Schkeuditz und Oberwiesenthal stattfinden werden.

„Im Vergleich der neuen Bundesländer steht der Freistaat damit gut da, zu den alten Bundesländern hingegen fehlt noch ein ganzes Stück“, berichtet Hauptschiedsrichter Thomas Scheibe. „In den Dörfern der Pfalz etwa findet fast an jedem Wochenende ein Rennen statt“, so der Leipziger, dessen Visitenkarte die Bezeichnung „Nationaler Kommissär“ trägt. In dieser Funktion kann der Messestädter die Qualität der Neukieritzscher Veranstaltung gut einschätzen. „Die Organisation ist gut, die Zuschauer bekommen viel mit vom Rennen, weshalb dieses entsprechend stimmungsvoll ist“, so Scheibe, der sich selbst verwundert über die große Resonanz auf Radrennen dieser Art zeigt.

Fabrice Scheffler weiß für Aufklärung zu sorgen. Der Zehnjährige vom RSV Chemnitz, der in diesem Jahr erstmals mit einer Lizenz an den Start geht, berichtete mit großen Augen über den Reiz der Hatz nach Punkten in den Kriterien, bei denen nicht nur kräftige Waden, sondern auch taktisches Vermögen gefragt seien. „Mit einer Lizenz zu fahren, bedeutet aber auch mehr Druck“, so der Südsachse, der in Neukieritzsch am U 13-Rennen teilnahm.

Insgesamt wurden dem Neukieritzscher Publikum gestern sieben Rennen geboten, an denen Hobbyfahrer ebenso wie Rad-Senioren, der jüngste Radsport-Nachwuchs sowie die mitteldeutsche und Berliner Radsport-Elite teilnahmen. Während diese in ihrem Rennen den ein Kilometer langen Neukieritzscher Rundkurs 60 Mal absolvieren musste, führte das „Fette-Reifen-Rennen“ des Nachwuchses lediglich über eine beziehungsweise zwei Runden.

Von Roger Dietze

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