Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Rund 200 Teilnehmer beim Radrennen in Neukieritzsch
Region Borna Rund 200 Teilnehmer beim Radrennen in Neukieritzsch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:04 03.05.2016
Zuschauer beobachten vor der Parkarena in Neukieritzsch die Sportler auf ihren schmalen Reifen. Quelle: Roger Dietze
Anzeige
Neukieritzsch

Aus einer Bierlaune heraus hat sich in Neukieritzsch innerhalb kürzester Zeit eine überregionale Sportveranstaltung entwickelt. Zum dritten Mal fand am Tag der Arbeit der „Große Preis der Parkarena“ statt. Dem veranstaltenden Verein „Sportfreunde Neukieritzsch“ lagen bereits im Vorfeld knapp 180 Anmeldungen vor, so dass die tatsächliche Teilnehmerzahl bei rund 200 gelegen haben dürfte.

„Angefangen haben wir 2014 mit 120 Teilnehmern, im vergangene Jahr waren es an die 140“, berichtet Mirko Franz aus der noch jungen Radsportabteilung der Sportfreunde. Franz war auch Teil jener Runde, die vor reichlich zwei Jahren den Plan für den Großen Preis schmiedete. „Wir wollten am 1. Mai etwas Dauerhaftes auf die Beine stellen, wobei wir nicht so recht wussten, in welche Richtung die ganze Sache gehen sollte“, so der sportliche Leiter des Großen Preises. Dass man schließlich auf die Idee eines Radrennens gekommen ist, habe man nicht bereut.

„Na ja, was den Aufwand betrifft, bereuen wir es schon manchmal“, so Franz augenzwinkernd. Denn dieser sei enorm, auch wenn es sich bei der Veranstaltung „nur“ um ein Kriterium handele. „Ein Straßenrennen wäre aufgrund der Absperrmaßnahmen für unseren Verein allein unter finanziellen Gesichtspunkten nicht zu stemmen“, so Mirko Franz. Dessen Verein ist mit dem Großen Preis der Parkarena Teil der sächsischen Rennserie, in deren Verlauf in diesem Jahr 60 Straßenrad-, Bahnrad- sowie Radcross-Veranstaltungen zwischen Schkeuditz und Oberwiesenthal stattfinden werden.

„Im Vergleich der neuen Bundesländer steht der Freistaat damit gut da, zu den alten Bundesländern hingegen fehlt noch ein ganzes Stück“, berichtet Hauptschiedsrichter Thomas Scheibe. „In den Dörfern der Pfalz etwa findet fast an jedem Wochenende ein Rennen statt“, so der Leipziger, dessen Visitenkarte die Bezeichnung „Nationaler Kommissär“ trägt. In dieser Funktion kann der Messestädter die Qualität der Neukieritzscher Veranstaltung gut einschätzen. „Die Organisation ist gut, die Zuschauer bekommen viel mit vom Rennen, weshalb dieses entsprechend stimmungsvoll ist“, so Scheibe, der sich selbst verwundert über die große Resonanz auf Radrennen dieser Art zeigt.

Fabrice Scheffler weiß für Aufklärung zu sorgen. Der Zehnjährige vom RSV Chemnitz, der in diesem Jahr erstmals mit einer Lizenz an den Start geht, berichtete mit großen Augen über den Reiz der Hatz nach Punkten in den Kriterien, bei denen nicht nur kräftige Waden, sondern auch taktisches Vermögen gefragt seien. „Mit einer Lizenz zu fahren, bedeutet aber auch mehr Druck“, so der Südsachse, der in Neukieritzsch am U 13-Rennen teilnahm.

Insgesamt wurden dem Neukieritzscher Publikum gestern sieben Rennen geboten, an denen Hobbyfahrer ebenso wie Rad-Senioren, der jüngste Radsport-Nachwuchs sowie die mitteldeutsche und Berliner Radsport-Elite teilnahmen. Während diese in ihrem Rennen den ein Kilometer langen Neukieritzscher Rundkurs 60 Mal absolvieren musste, führte das „Fette-Reifen-Rennen“ des Nachwuchses lediglich über eine beziehungsweise zwei Runden.

Von Roger Dietze

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Zum 25. Mal haben der Landkreis Leipzig und die Leipziger Volkszeitung den Heimatpreis an Menschen verliehen, die sich in einem besonderen Maß für ihre Heimat einsetzen. Der Mölbiser Tobias Thieme (Einzelperson), die Dorfgemeinschaft Frankenhain und der Verein Milchhaus Etzoldshain nahmen am Sonnabend ihre Ehrungen im Bornaer Bürgerhaus „Goldener Stern“ entgegen.

02.05.2016

Hunderte Einwohner von Kitzscher und Gäste machten das Walpurgisfest auch in diesem Jahr zur ersten großen Open-Air-Party in der Stadt. Bei bestem Frühlingswetter mit angenehmen Temperaturen bis in den Abend bevölkerten Frauen, Männer und Kinder das Rittergutsgelände.

03.05.2016

Viel Resonanz fand am Sonntag die traditionelle Maifeier auf dem Vorplatz des Kulturhauses in Böhlen. Gewerkschaftssekretär Swen Ohlert sprach unter anderem über die Notwendigkeit von Solidarität in unserer Zeit.

01.05.2016
Anzeige