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Borna SPD nominiert Landtags-Quartett
Region Borna SPD nominiert Landtags-Quartett
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15:20 19.05.2015

Die Mitgliederversammlung der Sozialdemokraten nominierte am Dienstagabend im Bürgerzentrum Nerchau Oliver Urban, Petra Köpping, Ute Ziegelmeier und Markus Bergforth.

Die 49 stimmberechtigten SPD-Mitglieder bescherten Köpping mit 87,5 Prozent der Stimmen das beste Resultat. Bergforth kam auf 85,7 Prozent, Ziegelmeier auf 72,3 Prozent und Urban auf 71,4 Prozent.

Verheiratet, drei erwachsene Kinder, seit vier Jahren im Landtag: So begann Petra Köpping, die im Wahlkreis 24 (Markkleeberg und Umgebung) antritt ihre Vorstellungsrede. Sie schloss den dringenden Wunsch an, sie möge künftig nicht mehr allein in Dresden die Interessen der Region vertreten. Die Begründung für ihre Bitte um eine Begleitung blieb sie nicht schuldig. Sie sei unter anderem stellvertretende Fraktionsvorsitzende, so Köpping, außerdem stellvertretende Landesvorsitzende und einzige Landtagsabgeordnete aus dem Landkreis, während die CDU zum Beispiel vier Abgeordnete stelle. Die Anhäufung von Ämtern sei nicht optimal, die Präsenz vor Ort sollte möglichst auf mehrere Schultern verteilt werden. Deswegen meldete sie den Anspruch auf zwei Sitze für Sozialdemokraten aus dem Landkreis an. Direktmandate zu holen sei schwierig, räumte sie ein, daher müsste eine entsprechende Absicherung auf der Landesliste angestrebt werden.

Im Wahlkreis 23 (Borna und Umgebung) geht erneut Oliver Urban, Bornaer Ortsvereins- und Kreisvorsitzender der SPD, ins Rennen. Er hatte schon bei der Eröffnung der Versammlung betont, dass Sozialdemokraten in 150 Jahren des Parteibestehens viel Gutes bewirkt hätten. Daran gelte es anzuknüpfen.

Im Wahlkreis 25 (Grimma und Umgebung) tritt mit Ute Ziegelmeier die Vorsitzende der Grimmaer SPD-Ortsvereins an. Die Steuerberaterin stieg erst vor drei Jahren aktiv in die Politik ein und versprach, die Interessen der Bürger im Landtag zu vertreten mit dem Blick einer Quereinsteigerin.

Markus Bergforth (Wahlkreis 26, Wurzen und Umgebung) ist Vorsitzender des Ortsvereins Brandis-Borsdorf, wo es der SPD gelang, der CDU den Bürgermeisterposten abzunehmen. Der Steuer- und Wirtschaftsberater will sich vor allem für einen soliden Haushalt und sozialen Frieden einsetzen.

Wer von den Nominierten am Ende wirklich die Interessen der Kreis-SPD in Dresden vertreten darf und ob es am Ende zwei - wie von Köpping gewünscht - oder sogar noch mehr schaffen, wird maßgeblich davon abhängen, welche Listenplätze die Landeswahlkonferenz im Januar dem Quartett zugesteht. Petra Köpping, Markus Bergforth, Ute Ziegelmeier, Sebastian Bothe, Birgit Kilian und Frank Mieszkalski wurden von der Mitgliederversammlung als Delegierte für die Konferenz gewählt. Sie fahren dorthin mit dem Auftrag, sich für gute Plätze einzusetzen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.11.2013
Heinrich Lillie

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