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SWB müssen sich aufweniger Einwohner einstellen

SWB müssen sich aufweniger Einwohner einstellen

Jubiläum bei den Städtischen Werken (SWB): Das Unternehmen, das zu zwei Dritteln der Stadt Borna und zum Rest EnviaM gehört, feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen.

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Die Stadtwerke-Zentrale im Gewerbegebiet Am Wilhelmschacht.

Quelle: Thomas Kube

Borna. Dabei haben sich die Verhältnisse seit dem Gründungsjahr durchaus geändert. Die SWB müssen wie andere kommunale Versorger auch im Konkurrenzkampf bestehen und ihre Infrastruktur an eine gesunkene Einwohnerzahl anpassen.

 

 

Der Gründungsimpuls zur Gründung der SWB kam von der Treuhandanstalt. Das war jene Institution, die von der vorletzten und noch SED-geführten DDR-Regierung geschaffen und später von westdeutschen Spitzenmanagern geleitet wurde. Ihre Aufgabe bestand darin, das Volkseigentum oder was daraus wurde, möglichst gewinnbringend zu veräußern oder abzuwickeln. "Da hieß es 1993, dass das Braunkohlenwerk Borna stillgelegt wird", erzählt SWB-Geschäftsführer Mario Maron. Er kennt die Sachlage aus den Akten, weil er erst später an die Spitze des Unternehmens rückte, das heute 35 Mitarbeiter zählt. Die Gründung des Unternehmens erfolgte, weil in Borna die Fernwärmeversorgung auch über das Ende des Kraftwerks hinaus, das jahrzehntelang Wärme als Nebenprodukt der Kohlenverarbeitung erzeugt hatte, gesichert werden musste.

1995 kamen Gas und ein Jahr später die Stromversorgung dazu. Vier Heizwerke wurden errichtet, von denen später zwei zu sogenannten Blockheizkraftwerken umgebaut wurden. Auf diese Weise, so Maron, werden 5000 Kunden mit Fernwärme versorgt.

Freilich waren die Leitungen damals, Mitte der 90er Jahre, auf andere Verhältnisse ausgelegt. Anfang des vorletzten Jahrzehntes wohnten in Borna etwa 24 000 Einwohner, in der Kernstadt ohne die zahlreichen heutigen Ortsteile wohlgemerkt. In diesem Gebiet leben heutzutage 9000 Menschen weniger. "Unsere Leitungen sind einfach überdimensioniert", sagt Maron. Die Fernwärmenetze sind nur zur Hälfte ausgelastet. Das hat zwar bisweilen auch Vorteile, weil es etwa bei höheren Anforderungen an die Versorgung bei 20 Minusgraden eine gewisse Sicherheit bringt. Im Endeffekt macht der SWB-Chef aber klar, "dass wir unsere Netze optimieren müssen". Denkbar sei die Verbindung der bestehenden Netze untereinander.

Etwa 10 550 Kunden versorgen die SWB mit Strom. Davon sind etwa 70 gewerbliche Nutzer. 1600 Gaskunden gehören zudem zum Bestand der Stadtwerke. Seit 1998 muss auch das kleine Unternehmen damit leben, dass es Konkurrenz auf seinem Markt gibt. Dass führt natürlich zu Verlusten, andererseits gewinnt das Unternehmen mit seinem Sitz am Wilhelmschacht auch selbst neue Kunden. Etwa fünf bis acht Prozent der SWB-Stromkunden kommen von außerhalb. Das sind in Zahlen etwa 150, "Tendenz steigend", so Maron. Hin und wieder gibt es sogar größere Sprünge in der Kundenentwicklung nach oben, wenn wieder einmal ein Wettbewerber pleitegegangen ist und dessen bisherigen Kunden dann an die SWB zurückfallen. "Die müssen wir dann von Gesetzes wegen beliefern", sagt Geschäftsführer Maron.

Von den Kunden, die nicht im originären Versorgungsgebiet der SWB, also in den Stadtgrenzen von 1993, leben, stammt das Gros aus dem Landkreis oder der Stadt Leipzig. Einige sitzen aber auch sehr viel weiter weg. So versorgen die SWB auch die Filiale einer Handelskette in Waren an der Müritz.

Auch in Zukunft will sich das Unternehmen vor allem um sein Kerngebiet kümmern. Das schließt den Erwerb von Netzen, wie im Falle des Gasnetzes in den Ortsteilen Zedtlitz und Eula, nicht aus, wo die SWB 750 neue Kunden bekommen hat. Vor allem aber geht es dem Unternehmen darum, seinen Platz vor Ort zu behaupten. Die Kraftwerke sollen "sinnvoll erneuert" werden. Ein Vorhaben, das vier bis sechs Jahre dauern dürfe. Hauptziel, sagt Maron, sei die Versorgungssicherheit.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.07.2013

Nikos Natsidis

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