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Borna Saasdorfer Störche erhalten ihre Ringe in luftiger Höhe
Region Borna Saasdorfer Störche erhalten ihre Ringe in luftiger Höhe
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10:18 25.07.2016
Ornithologe Dietmar Heyder, der nach der Beringung einen der Jungstörche mit nach unten gebracht hatte, erklärte den Schaulustigen die Verhaltensweisen der Tiere. Quelle: René Beuckert
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Saasdorf

Einsatz zeigte am Sonntagvormittag in Saasdorf die Feuerwehr. Einen Einsatz, bei dem sie sofort von vielen Neugierigen umzingelt wurde. Die Floriansjünger waren nicht zur Brandbekämpfung ausgerückt, auch bahnte sich keine Katastrophe an. Vielmehr halfen sie mit der Drehleiter aus, damit Ornithologe Dietmar Heyder Jungstörche beringen konnte.

„Für uns sind solche Hilfeleistungen selbstverständlich“, sagte Wehrleiter Mario Zetzsche. „Seit Jahren schon unterstützen wir derartige Vorhaben an den unterschiedlichsten Orten in der Region. Außerdem ist das zugleich eine gute Gelegenheit, das Drehleiterfahrzeug in Einsatz zu bringen, zumal die Bodenbeschaffenheit stets eine andere ist und deshalb geübt werden muss.“

Zetzsche sieht das Ausrücken nicht nur aus Feuerwehrsicht. Die Truppe leistet nach seinen Worten damit auch einen Beitrag für eine intakte Umwelt. „Mit solchen Aktionen werden die Leute an die Natur herangeführt, insbesondere kommen auf diese Weise Kinder direkt damit in Berührung“, erklärte er.

Weil die Drehleiter unmittelbar am Storchennest haltmachte, wo der Beringer seine Arbeit verrichtete, war von unten aus nicht viel zu sehen. Viele Umstehende bedauerten es, dass nicht einmal ein Storch für einen Augenblick von oben herabschaute. Als es schien, als sei das Beringen zu Ende, wurde die Drehleiter abwärts in Bewegung gesetzt. Und als der Personenkorb etwa in Augenhöhe der Besucher angehalten wurde, setzten sich diese sogleich in dessen Richtung in Bewegung.

Dietmar Heyder hatte tatsächlich einen Jungstorch mit nach unten gebracht. Ganz vorsichtig bugsierte er ihn auf die nahe Wiese, wo sogleich zahlreiche Umstehende den kleinen Kerl fotografierten. Darunter Marianne Jäger. „Wir haben von unseren Nachbarn erfahren, dass hier im Ort Störche beringt werden. Ich fotografiere viel und lege im Internet für die Enkel ein Oma-Opa-Buch an. Solch ein Ereignis lasse ich mir doch nicht entgehen“, sagte sie freudig.

Auch Familie Kurmies war mit ihrem Enkel aus dem Nachbarort gekommen. Sie bedauerten, dass in Auligk keine Störche beheimatet sind, denn so eine Beringung sei doch etwas ganz Besonderes, was es nicht alle Tage gebe. Um so interessanter sei für sie das Geschehen in Saasdorf, wo viele Leute zusammenkommen.

Ornithologe Heyder ging gern auf die Fragen der Umstehenden ein und meinte, für ihn wären solche Ereignisse eine gute Gelegenheit, den Leuten die Natur ganz nahe zu bringen. „Mir ist es wichtig, die Öffentlichkeit mit einzubeziehen, um sie für den Storchenschutz zu sensibilisieren. Wer bei einer solchen Beringaktion mit dabei war, weiß, wenn er einen Vogel mit Ring findet, wie er sich zu verhalten hat. Bei Störchen steht das Wort Hiddensee mit einem Buchstabencode auf dem Ring, der Finder kann das Tier dorthin melden“, erläuterte er.

In der Leipziger Region ist in diesem Jahr die Population rückläufig, so der Ornithologe. Zum einen seien etliche Störche recht spät angereist, und zum anderen habe es neben Straßenunfällen einige Revierkämpfe gegeben.

Von René Beuckert

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