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Sabaki: Schulen sollen sich melden

Sabaki: Schulen sollen sich melden

Das Interesse am Projekt Sabaki hat nachgelassen. Hinter Sabaki verbirgt sich das Angebot des Geraer Vereins Kindergewaltpräventionsprojekte, der auch in Borna präsent ist.

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Der Igel und der Schriftzug "Safe Point": Der Aufkleber zeigt Kindern, dass sie hinter diesen Mauern Schutz finden. Mehr als 100 Anlaufstellen gibt es in Borna, auch das Rathaus zählt dazu.

Quelle: Thomas Kube

Borna. Es besteht darin, Kinder für den außerhäuslichen Umgang mit Erwachsenen zu sensibilisieren. Außerdem wurden in Borna im Rahmen des Projekts mehr als 100 Anlaufstellen für die Kinder in Not geschaffen.

 

 

Das Projekt läuft jetzt seit einem halben Jahrzehnt. Dabei, so Projektleiter Mike Wolf, waren in Borna 120 sogenannte Safe-Points entstanden. Dahinter verbergen sich Geschäfte und Einrichtungen, in die Mädchen und Jungen flüchten können wenn sie sich von Erwachsenen bedroht fühlen. Auch die LVZ-Geschäftsstelle in der Bornaer Brauhausstraße gehört dazu. Bisher, so Projektleiter Wolf, gab es aber zumindest in Borna noch keine Situation, in der ein Kind nicht mehr weiter wusste und in einen Safe-Point gegangen ist.

Der Begriff Sabaki kommt aus dem asiatischen Kampfsport und bedeutet so viel wie "ausweichen". Es gehe also darum, dem Gegenüber, sofern er einen angreift, aus dem Weg zu gehen, also auszuweichen, sagt Wolf. Eine Strategie, die der Verein vor allem Kindern in Schulen im Rahmen von speziellen Projekten vermitteln will. Das lief über Jahre auch in und um Borna; mittlerweile aber habe das Interesse nachgelassen, bedauert der Projektleiter. Lediglich an der Grundschule Borna-West wird noch eine vierte Klasse derart betreut. "Das ist unsere Patenklasse", sagt Wolf, und wenn die Viertklässler am Schuljahresende aufs Gymnasium oder die Oberschule wechseln, ist damit Schluss. Außerdem hat die Grundschule Kitzscher Interesse bekundet. Immerhin, sagt Silva Neumann, in Borna ehrenamtlich für das Projekt tätig, habe das Landratsamt weitere Unterstützung zugesagt. Ende vorigen Jahres war dort auch eine Ausstellung des Vereins zu sehen.

Letztlich geht es ums Geld. Das Projekt funktioniert vor allem durch die Unterstützung von Sponsoren. Außerdem bezuschusst der Geraer Verein Projekte an Schulen. Wolf: "Wenn Schulen Interesse haben, sollten sie sich melden." Das Projekt Sabaki läuft deutschlandweit. Neben der Geschäftsstelle in Gera gibt es Anlaufpunkte im Wartburgkreis und im baden-württembergischen Ludwigsburg. Auch am Bornaer Markt gibt es ein Büro. Dabei, so Wolf, handelt es sich allerdings mehr um einen Briefkasten.

iGeschäftsstelle Borna, Markt 9; Telefon: 0152/57 27 06 05; E-Mail: info@projekt-sabaki.de; Internet: www.projekt-sabaki.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.03.2014
Nikos Natsidis

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