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Sächsische Bläserphilharmonie setzt mit Konzertreihe in Bad Lausick Akzente

Sächsische Bläserphilharmonie setzt mit Konzertreihe in Bad Lausick Akzente

„American Classics", Uraufführungen von Bläserwerken junger Komponisten, die Märchenoper „Hänsel und Gretel" in einer Fassung für Blechbläser: Die Sächsische Bläserphilharmonie lädt bis zum Jahresende zu drei großen Konzerten in ihren Neubau am Rand des Bad Lausicker Kurparks ein.

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Das Landesjugendblasorchester im Probensaal der Bläserakademie: Das Ensemble arbeitete in Bad Lausick und gab im Kurpark ein Konzert.

Quelle: Jens Paul Taubert

Bad Lausick. Neben der Akademie-Arbeit, Konzerten im gesamten Kulturraum rund um Leipzig, Tourneen und CD-Produktionen will das Ensemble auch in der Stadt regelmäßig musikalisch präsent sein.

George Gershwin und Leonard Bernstein gehören längst zu den Klassikern der US-amerikanischen Tonkunst, und Werke der beiden Komponisten stehen neben anderen im Zentrum der „American Classics" am 10. September in der Deutschen Bläserakademie in Bad Lausick. Sängerin Ines Krautwurst ist dann gemeinsam mit der Sächsischen Bläserphilharmonie zu erleben; am Pult steht Chefdirigent Thomas Clamor. Dieses Konzert ist der Auftakt für eine Reihe musikalischer Veranstaltungen in dem im Frühjahr am Rand des Kurparks eröffneten Komplex. Ein Haus, das vor allem Arbeitsstätte von Orchester und Akademie sei, sagt Geschäftsführer Heiko Schulze: „Darüber hinaus möchten wir es natürlich für die Bad Lausicker und ihre Gäste öffnen, wollen sie teilhaben lassen an dem künstlerischen Geschehen."

Die drei bis zum Jahresende terminierten Konzerte, die im 160 Plätze fassenden Probensaal, dem Herzstück des Hauses, stattfinden, sind so etwas wie ein Test. Zum einen habe das Ensemble die Möglichkeit, Programme vorzustellen, mit denen es in der Region und darüber hinaus auf Reisen gehe; zum anderen teste man, wie groß die Nachfrage an Konzerten in der Bläserakademie sei, so Schulze. Stimme die Resonanz, könne sich daraus gern eine Konzertreihe entwickeln - mit ganz unterschiedlichen musikalischen Akzentuierungen, aber zu einem moderaten Preis von zwölf Euro pro Konzertkarte.

Seit Mai im neuen Gebäude, haben Bläserphilharmonie und Bläserakademie bereits zahlreiche Veranstaltungen, zum Teil mit internationaler Ausstrahlung, bestritten. Werkstätten mit jungen Musikern und gestandenen Dirigenten fanden statt, Probentage mit einem Orchester aus Korea, mit dem Bundes- und dem sächsischen Landesjugendblasorchester, oft verbunden mit öffentlichen Auftritten auf der nur wenige Schritte entfernten „Schmetterling"-Bühne im Kurpark. Mehrere CDs wurden eingespielt, Schülerkonzerte bestritten.

Eine ganz unmittelbare Verbindung zur Tätigkeit der Bläserakademie bietet das Sonderkonzert zum 2. Blasorchester-Symposium am 15. Oktober. An diesem Wochenende treffen sich Orchesterleiter und Musiker aus ganz Deutschland zu Fachtagung und Workshops in Bad Lausick. Das Konzert mit der Sächsischen Bläserphilharmonie dokumentiert Arbeitsergebnisse; unter anderem werden Werke von Studenten der Berliner Musikhochschule aufgeführt, die bereits beim Komponisten-Forum Ende Juni in Bad Lausick bearbeitet wurden.

Im besten Sinne bekannt dürfte vielen die Musik sein, die Engelbert Humperdinck für seine Oper „Hänsel und Gretel" schrieb. In einer Fassung für Blechbläser und Erzähler ist sie am 3. Dezember zu erleben. Da diese Veranstaltung sich vor allem an Familien mit Kindern richtet, findet sie nicht 19.30 Uhr, sondern schon 16 Uhr statt.

Ergänzt werden diese drei Konzerte durch zwei weitere Veranstaltungen, die die Bad Lausicker Stadtmusik, unter demselben Dach zu Hause, plant: am 16. Oktober ein Geburtstagskonzert „15 Jahre Stadtmusik" und am 11. Dezember das schon traditionelle Weihnachtskonzert.

Karten für die Konzerte der Sächsischen Bläserphilharmonie gibt es in der Kur- und Touristinformation am Markt. Der Vorverkauf für „American Classics" hat bereits begonnen.

Ekkehard Schulreich

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