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Borna Sächsische Prominenz unterstützt Prisma-Verein
Region Borna Sächsische Prominenz unterstützt Prisma-Verein
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19:43 13.01.2010
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Zu dem Beraterkreis, der die Macher des Projektes, Tobias Merckle und Michael Richter, in ihrem Bestreben unterstützen, jugendlichen Straftätern den Weg aus dem kriminellen Umfeld zu ebnen, zählen unter anderem Landesbischof Jochen Bohl, Landespolizeipräsident Bernd Merbitz und Johannes Neudeck, Generalsekretär des CVJM-Landesverbandes Sachsen (Christlicher Verein Junger Menschen). „Wir sind sehr froh und dankbar über dieses Unterstützerteam“, sagte Michael Richter, der das Projekt vom „Hainer Seehaus“ gestern in Kahnsdorf abermals vorstellte. Nicht nur während einer Begehung des favorisierten Standortes am Nordufer des Hainer Sees – auch in der mehrstündigen Beratung kristallisierte sich bei den Befürwortern schnell heraus, dass das Prisma-Projekt eine „Basis bietet, aus der Bahn geratenen Jugendlichen die echte Chance zu bieten, endgültig aus dem Metier zu entkommen“, wie Jürgen Georgie, Leiter der Polizeidirektion Westsachsen, seine Überzeugung zusammenfasste.

Paul Scholz, Präsident des Landeskriminalamtes Sachsen, versteht die freie Form des Jugendstrafvollzuges als „geeignetste Variante, mit der kriminell gewordene Jugendliche Sozialverhalten wieder beziehungsweise überhaupt erlernen können.“ Das unterstreicht auch Ingrid Graf, Direktorin des Bornaer Amtsgerichtes: „Die Jugendlichen sind beeinflussbar und nehmen aufgrund der sozial ausgerichteten Struktur des Projektes eine ganz andere Entwicklung, als im Jugendgefängnis. Es ist etwas anders, in einem familienähnlichen Umfeld die Regeln des Lebens zu erlernen, als mit über 300 Gleichgesinnten in der Strafanstalt. Unabhängig davon, wie modern der heutige Jugendstrafvollzug ist – dieses Projekt bietet Möglichkeiten die eine Anstalt nicht leisten kann.“ Die Rückfallquote im freien Vollzug ist ungleich niedriger als bei Straftätern, die ihre Strafe – im Wortsinne – nur absitzen. Sie tendiert gegen Null.

Dass das Seehaus „zwar nur eine Ergänzung zu Regis-Breitingen ist, aber mehr als ein Freigängerhaus“ bietet, bestätigte auch der LKA-Präsident. Der, unisono mit PD-Chef Georgie, nachhaltig darauf aufmerksam macht, dass es „keinerlei Sicherheitsbedenken gibt“, so Scholz. Weiter: „Nur weil um eine Vollzugseinrichtung keine Mauer gebaut ist, heißt das lange nicht, dass dort das große Chaos ausbricht. Im Gegenteil – die Regeln im freien Vollzug sind härter als im Gefängnis.“ Worin auch Hans-Joachim Richter, Geschäftsführer a.D. des Berufsbildungswerkes Leipzig, einstimmte. „Pädagogisch überzeugend ist, dass dort die Fähigkeiten, die jeder Jugendliche mitbringt, umgepolt werden können. Einer, der 30 Autos aufgeknackt hat, besitzt technisches Verständnis, setzte es aber negativ ein. Im Seehaus kann dieses Potenzial positiv genutzt werden. Sprechen sie mal mit einem, der während seiner Strafzeit einen Hauptschulabschluss nachgeholt hat… Wenn dann noch menschliche Nähe dazukommt, die er sein Leben lang vermisst hat, im Seehaus aber bekommt – der begreift es von selbst.“

 

Thomas Lieb

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