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Borna Saisoneröffnung des Fliegerclubs Böhlen fällt wegen schlammiger Grasbahn aus
Region Borna Saisoneröffnung des Fliegerclubs Böhlen fällt wegen schlammiger Grasbahn aus
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00:26 28.03.2018
Nadja, Andreas Grümmer und Vereinschef Andreas Möbius (v.l.) haben den Ultraleichtflieger zwar aus dem Hangar gerollt, abheben durften sie jedoch nicht. Quelle: Gislinde Redepenning
Böheln

Zwar ließ der Sonnenschein Frühlingsgefühle aufkommen, aber die Start- und Landebahn war wegen des Frostes der zurückliegenden Tage nicht zu gebrauchen. Aus dem Eis wurde Schlamm. „Leider können wir heute nicht fliegen, weil die Grasbahn zu weich ist, wir würden steckenbleiben“, erklärte Pressesprecherin Annett Bernstein. Die Sicherheit stünde immer an erster Stelle.

Zwei Ausbilder im Verein

So hat Vereinschef Andreas Möbius Zeit für einen kurzen Ausblick ins Vereinsleben. „Wir haben zurzeit 65 Mitglieder, die die komplette Altersstruktur von 18 bis an die 80 Jahre abdecken“, erzählt er. Fliegen lernen könne jeder. Zwei Ausbilder stünden zur Verfügung, Möbius selbst und Torsten Bernstein. Je jünger, desto besser, im Alter bräuchte man einfach mehr Geduld, so Möbius.

Die bringt Andreas Grümmer sicher mit. Der Naunhofer ist Berufsschullehrer in Böhlen und bereitet sich langsam auf seinen Ruhestand in zwei Jahren vor. „Als Jugendlicher habe ich mit dem Fallschirmspringen und Gleitschirmfliegen begonnen“, erzählt er. Weil damals in der DDR in seinem Umfeld die Gefahr, er könne in den Westen abhauen, zu groß wurde, musste er damit aufhören. Seine Affinität zur Fliegerei durfte er als Flugzeugmechaniker bei der Armee ausleben. Jetzt will er selbst als Pilot ins Cockpit eines der Ultraleichtflieger. Der Lehrer wird jeden Mittwoch und an den Wochenenden zum Schüler. An diesen Tagen ist der Flugplatz in Böhlen besetzt. „Das passt prima, mittwochs komme ich gleich nach der Schule her“, freut er sich auf seine Ausbildung.

Erst zum Gesundheitscheck beim Fliegerarzt

Die darf man mit 15 Jahren nach einem Gesundheitscheck beim Fliegerarzt beginnen. Genau das hat die inzwischen 20-Jährige Nadja aus Markkleeberg getan. Sie erinnert sich gut an ihre ersten Starts und Landungen, dann die ersten Platzrunden. „Es ist ein tolles Gefühl, selbst das Steuer in der Hand zu halten und zu beobachten, dass die Erde immer kleiner wird“, schwärmt sie. Die Faszination ist der Routine nicht gewichen. „Man steigert sich immer mehr, fliegt längere Strecken, landet auf fremden Plätzen und lernt viele neue Menschen kennen“, erklärt sie die Begeisterung für ihr Hobby.

Dass derzeit große Anstrengungen gemacht werden, um das Neuseenland mit Bus und Bahn besser erreichbar zu machen, ist bei den Fliegern nichts Neues. „Wir sind ein Verkehrslandeplatz, den seit Jahren Piloten aus ganz Deutschland ansteuern, um Ausflüge ins Umland, beispielsweise ins Belantis, zu unternehmen“, weiß Annett Bernstein. Manche lassen sich mit einem Taxi abholen, andere haben kompakte Klappräder oder ein Zelt im Flugzeug dabei.

Rundflüge über RB-Arena, Zoo und Flughafen besonders beliebt

„Gäste, die mitfliegen wollen, um ihre Heimat von oben zu sehen, sind uns immer willkommen“, betont die Pressesprecherin. Spektakulär seien die Überflüge über die Start- und Landebahnen des Flughafens Leipzig-Halle, über die Arena, wenn RB spiele oder die Sicht auf den Zoo von oben. Ihre Empfehlung: „Am schönsten sind unsere Ausflüge im Mai, wenn der Raps gelb blüht und das frische Grün an Bäumen und Sträuchern sprießt.“

Von Gislinde Redepenning

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