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Borna Salutschüsse und eine neue Schützenkönigin – Pegauer Schützen treffen ins Schwarze
Region Borna Salutschüsse und eine neue Schützenkönigin – Pegauer Schützen treffen ins Schwarze
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21:08 09.04.2018
Gute Tradition im Verein: Mit einem Salutschießen wurde das Schützenfest Pegau eröffnet. Quelle: Foto: René Beuckert
Pegau

Die lauten Böller der Schützen um die Mittagszeit waren weithin zu hören, da sie mit einem Salutschießen ihr Schützenfest feierlich eröffneten. Auch Gastschützen, wie jene aus Frohburg, hielten mit Kanonenschlägen nicht hinterm Berg.

Der Bürgermeister Frank Rösel hebt die Bedeutung des Vereins für das kulturelle Leben in der Stadt hervor. „Es ist schon beachtenswert, was sich die Schützen mit dem Ausbau des Domizils geschaffen haben, das mehrere Schießbahnen beherbergt“, meint Frank Rösel. Er sieht nicht nur im Schießen als Wettbewerb die Vereinstätigkeit, vielmehr leistet der Schützenverein einen wesentlichen Beitrag im gesellschaftlichen Leben der Stadt. „Die Vereine der Stadt ergänzen sich durch ihr Mitwirken gegenseitig. In Pegau wird das gesellschaftliche Leben durch die Vereine bestimmt“, stellt das Stadtoberhaupt fest.

Kommandant Peter Kretschmer hebt besonders die Kinder- und Jugendarbeit im Schützenverein hervor. „Uns ist es wichtig, die Kinder vom Computer wegzuholen. Wenn sie einmal entdecken, dass sie selber etwas meistern können, wie beispielsweise bei Wettbewerben, ist das regelmäßige Treffen im Verein selbstverständlich. Gerade die jungen Schützen zeigen, was in ihnen steckt, die in Schießwettbewerben stets mit einer Urkunde nach Hause kommen“, betont Peter Kretschmer. Dabei geht es nicht ausschließlich ums Schießen, sagt Kretschmer weiter, vielmehr kommen Spaß und Spiel nicht zu kurz. „Wir unternehmen mit den Jugendlichen zahlreiche Aktionen oder sie spielen Tischtennis beziehungsweise betätigen sich beim Krafttraining im Vereinshaus. Zum anderen lernen sie Rücksichtnahme und Disziplin sowie Achtung vor dem Anderen, denn schließlich gehen sie mit Waffen um. Auch wenn es zumeist Luftgewehre sind, gehört die Achtsamkeit dazu“, betont Peter Kretschmer.

Im Verein sind auch Schützen seit Jahren Mitglied, obwohl sie keine Waffe betätigen. Werner Heise ist einer von ihnen. „Ich bin seit 1991 hier mit dabei. Was mich interessiert ist die Geselligkeit und die sprichwörtliche Kameradschaft untereinander, die ich nicht missen möchte. Ich leiste auf meine Weise einen Beitrag am Vereinsleben“, sagt der über 70-Jährige.

Auch die Frauen im Verein stellen einen beträchtlichen Anteil. Britta Roth ist gern mit den anderen Frauen zusammen. „Das Zusammengehörigkeitsgefühl ist immer wieder ein schönes Erlebnis“, stellt sie fest. Vor Jahren habe sie selber noch geschossen, doch aus gesundheitlichen Gründen müess sie leider darauf verzichten. „Ich fand es spannend das anvisierte Ziel zu treffen und wenn ich als Sieger im Wettbewerb daraus hervorgegangen bin, war die Freude groß“, sagt Roth.

Dass Frauen genauso gut ins Schwarze treffen, beweist Manja Klemm, die sich für die deutschen Meisterschaften in München qualifiziert hat. „Mir ist es gelungen, gleich in zwei Disziplinen, nämlich einmal für Luft- und zum anderen für Kleinkaliberpistole, Ende August anzutreten. Im Verein finde ich gute Trainingsvoraussetzungen vor“, betont Manja Klemm.

Zur Vereinsmeisterschaft am Nachmittag wurde die neue Schützenkönigin ermittelt. Evelin Kretschmer überzeugte und wurde mit dem Titel gekürt.

Von René Beuckert

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