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Salzlager bis unters Dach gefüllt

Salzlager bis unters Dach gefüllt

Der letzte Winter war teuer für die Stadt Borna. Er schlug im Haushalt mit 69 000 Euro zu Buche. Und die kalte Jahreszeit steht wieder vor der Tür. Dafür sieht sich die Stadt gerüstet.

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Hans-Felix Wagner vom städtischen Wirtschaftshof mit dem neuen neue Kommunaltraktor. Er und seine Mitarbeiter sind für den Winter gerüstet.

Quelle: Thomas Kube

Borna. Auch wenn überrasch und kurzfristig Schnee fällt, ist die Stadt vorbereitet, erklärt Stadtsprecher Robert Scheibe. Für die Räumung der kommunalen Straßen habe die Stadt zwei Unternehmen gebunden. Sie erfolgt durch Vertragspartner der Stadt. Allerdings sei klar, das längst nicht alle Straßen mit der gleichen Priorität geräumt werden.

Zunächst würden Hauptstraßen wie die Bahnhofstraße, die Altenburger oder die Leipziger Straße vom Schnee befreit. Es handelt sich dabei um Trassen, die in die innerbetriebliche Kategorie eins fallen. Zur Kategorie zwei gehören Straßen wie die Mühlgasse zwischen Brühl und Bahnhofstraße oder die Heinrichstraße. Sie werden entsprechend den vorhandenen technischen und personellen Möglichkeiten geräumt. Für die Räumung der Bundesstraßen im Stadtgebiet ist die Straßenmeisterei zuständig. Und selbstredend gibt es Straßen in den Wohngebieten, in denen kaum damit zu rechnen ist, dass dort eine Kehrmaschine auftaucht, bisweilen auch deshalb nicht, weil die Gerätschaften in engen Straßen wie etwa der Jahnstraße gar keinen Platz haben.

Mitarbeiter des städtischen Wirtschaftshofes sorgen für schneefreie Fußwege, Bushaltestellen und öffentliche Plätze wie den Markt. Dabei soll in diesem Winter erstmals der vor einige Monaten neu angeschaffte Kompaktschlepper eingesetzt werden. Die Räum- und Streufahrzeuge rücken nach Bedarf aus und drehen nach Angaben von Stadtsprecher Scheibe ihre Runden so oft wie nötig. Dennoch seien auch die Anlieger in der Pflicht, die Gehwege vor ihrem Grundstück frei zu halten. Dabei sollte möglichst sparsam mit Streusalz umgegangen werden. Damit könne die Versalzung der Böden und des Grundwassers vermieden werden. Besser sei die Verwendung von Splitt, das freilich später wieder beseitigt werden müsse.

In den städtischen Haushalten des letzten und des laufenden Jahres waren 69 000 Euro für den Winterdienst eingeplant. 38 000 Euro davon wurden für de Schneeräumung eingesetzt, 29 000 Euro für Streugut ausgegeben. Aufgrund des langen und harten Winters Anfang dieses Jahres müsse jedoch damit gerechnet werden, dass die Gelder in diesem Jahr noch aufgestockt werden müssten, so Scheibe weiter. So waren bis April schon 45 000 Euro für Streugut und 35 000 Euro für die Straßenräumung ausgegeben worden.

Das Salzlager der Stadt sei für den bevorstehenden Winter bis unters Dach mit 60 Tonnen Streusalz im Wert von 4 000 Euro gefüllt, sagte Sprecher Scheibe weiter.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.11.2013
Nikos Natsidis

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