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Sana Klinik in Borna sichert sich Studenten als Ärzte-Nachwuchs

Personal Sana Klinik in Borna sichert sich Studenten als Ärzte-Nachwuchs

Über mangelnden Nachwuchs kann sich die Sana Klinik in Borna nicht beschweren. Zahlreiche Studenten zieht es für das praktische Jahr hierher, viele wollen danach auch weiter hier bleiben. Kein Wunder, immerhin ist das Klinikum seit 2007 Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Leipzig.

Nähkurs in der Sanaklinik Borna - PD Dr. Kay-Rüdiger Kohlhaw zeigt Nähtechnik Lisa Raue

Quelle: Jens Paul Taubert

Borna. Über mangelnden Nachwuchs kann sich die Sana Klinik in Borna nicht beschweren. Zahlreiche Studenten zieht es für das praktische Jahr (PJ) hierher, viele wollen danach auch weiter hier bleiben. In etwa ein Drittel aller Ärzte in Anästhesie, Chirurgie und in der Inneren Medizin haben ihre Laufbahn in Borna begonnen. Kein Wunder, immerhin ist das Klinikum seit 2007 Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Leipzig.

Vereinfacht gesagt, ist die Uni für die theoretische Ausbildung in den ersten fünf Studienjahren der angehenden Ärzte zuständig. Für die praktische Ausbildung im letzten Studienjahr unterstützen die verschiedenen Lehrkrankenhäuser die Uniklinik. In drei Blöcke gliedert sich das PJ auf, verpflichtend sind Chirurgie und Innere Medizin, hinzu kommt ein Wahlfach. Auf der Wunschliste vieler Studenten steht die Sana Klinik. „Gerade, was die Chirurgie betrifft, kommt man an Borna nicht vorbei, denn die ist richtig gut“, macht Thomas Rüth deutlich, der sein praktisches Jahr hier absolviert hat und nun Assistenzarzt ist. Die Bandbreite an Eingriffen sei groß, so habe ein PJler unter anderem die Möglichkeit, onkologische Operationen mitzuverfolgen. Er selbst habe den Tipp bekommen, nach Borna zu gehen. Und eben diesen Tipp gibt er nun weiter.

Laut Dr. Kay Kohlhaw, zuständig für die PJler in Borna, habe die Uniklinik selbst nur begrenzte Kapazitäten, um Studenten im letzten Studienjahr in der Praxis anzuleiten. Daher gebe es die Kooperation mit Akademischen Lehrkrankenhäusern. Allerdings haben an diesen auch nur einzelne Abteilungen eine Lehrbefugnis. In der großen Kreisstadt seien das die Chirurgie, Gynäkologie, Anästhesie, die Innere sowie die Kinder- und Jugendmedizin. „Ob eine Klinik Lehrkrankenhaus wird, hängt von mehreren Faktoren ab, unter anderem von einem möglichst umfänglichen Behandlungsspektrum, Fallzahlen, Weiterbildungsmöglichkeiten für Ärzte und davon, dass die Leiter der jeweiligen Abteilungen habilitiert sind sowie einen Lehrauftrag an der Uni haben und ob eine fachliche medizinische Kooperation mit der Uni besteht “, erklärt Kohlhaw. Des Weiteren sollten die Chefärzte der Abteilungen als Prüfer in den Staatsexamen zur Verfügung stehen.

Sowohl die Uniklinik als auch Sana profitieren von dieser Kooperation. Aber nicht nur in ärztlicher Hinsicht über den möglicher Austausch von Mitarbeitern, neuen Methoden und Forschungsergebnissen. Auch auf die Patienten schlägt sich die enge Zusammenarbeit nieder. Durch diese könnten beispielsweise spezielle Krankheitsfälle hier oder dort behandelt werden. Wie Kohlhaw betont, nutzt die Verbindung von universitärer und breiter Versorgungsmedizin besonders den Patienten.

Welche Studenten letztlich nach Borna kommen, hängt vom Dekanat der Uni ab, denn das verteilt die angehenden Mediziner auf die Lehrkrankenhäuser. Doch wer hier gelandet ist, hat nach Aussage von Kohlhaw beste Chancen, hier auch bleiben zu können. „Wir kennen die Leute, die sich anschließend bei uns bewerben, wissen, wie sie im Team und fachlich arbeiten“, begründet er. Für Rüth, der einen Block in der Pathologie der Uni und einen Block innere Medizin in der Schweiz absolviert hat und wegen der Chirurgie nach Borna gekommen ist, steht fest, dass er hier auch seinen Facharzt machen wird. „Wer hier anfängt, muss den Facharzt anschließen“, betont auch Kohlhaw.

Von Julia Tonne

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