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Sanierte Holzbrücke zwischen Neukieritzsch und Kahnsdorf soll zwölf bis 15 Jahre halten

Radweg Sanierte Holzbrücke zwischen Neukieritzsch und Kahnsdorf soll zwölf bis 15 Jahre halten

Zwei Monate war die Holzbrücke über die Pleiße zwischen Kahnsdorf und Neukieritzsch wegen Sanierung gesperrt. Die Gemeinde geht davon aus, dass das Bauwerk jetzt noch einmal bis zu 15 Jahre hält.

Die Holzbrücke über die Pleiße für Fußgänger und Radfahrer zwischen Neukieritzsch und Kahnsdorf ist saniert worden.

Quelle: Jens Paul Taubert

Neukieritzsch/Kahnsdorf. Dunkles Geländer aus Tropenholz, helle Planken aus hochwertiger Eiche auf der Lauffläche: die Holzbrücke über die Pleiße zwischen Neukieritzsch und Kahnsdorf ist nach der Sanierung durchaus auch eine Augenweide. Und sollte jetzt wieder einige Jahre halten. „Wir planen immer optimistisch“, sagt der Neukieritzscher Bauamtsleiter René Hertzsch und spricht von zwölf bis 15 Jahren. Ganz genau festlegen wolle er sich da nicht.

„Holzbrücken sind immer wartungsbedürftig“, sagt er und bricht eine Lanze für die Arbeit der Zimmerei Schindler aus Lauterbach: „Wir haben die Brücke sehr gut instandgesetzt“.

Und zwar noch deutlich intensiver als vorhergesehen. Zu viel Holz am Tragwerk war im Laufe der Zeit verfault und musste ersetzt werden, die Lauffläche wurde komplett erneuert und auch die Uferauflagen mussten erneuert werden. Erschwerend für die Arbeiten: An der Brücke hängen Wasser- und Abwasserleitungen, die während der Sanierung in Betrieb blieben und nicht demontiert werden konnten. Der Mehraufwand ist bezifferbar. Einschließlich An- und Abbau des Gerüstes war die Brücke nicht nur vier bis fünf Wochen sondern volle zwei Monate gesperrt, und die Kosten liegen statt bei 75000 Euro eher bei 100000. Es sei aber allen klar gewesen, dass der Umfang der Schäden vorher nicht genau abzuschätzen war, so der Bauamtsleiter. Zumal das letzte Holzgutachten, welches einen Reparaturbedarf bescheinigte, schon sechs Jahre alt war.

Der zeitliche Mehraufwand liegt aber nicht nur am größeren Arbeitsumfang. Auch Vandalismus habe leider eine Rolle gespielt, sagt Hertzsch. So sei das Gerüst nicht nur einmal demoliert worden, einmal lag sogar Gerüststange im Wasser. Und die war nicht das einzige, das Zimmerer Helmut Schindler, bekleidet mit einer Wathose aus der Pleiße holen musste. Sogar eins der neuen Geländerfelder warfen Vandalen in den Fluss. Das schwere Tropenholzteil ging unter und war verschwunden.

Jetzt wird die Rad- und Gehwegbrücke wieder intensiv genutzt. Dass der einzige kurze Weg zwischen Neukieritzsch und dem benachbarten Ortsteil Kahnsdorf gebraucht wird, zeigte sich während der Bauphase, als immer wieder Radfahrer an den Absperrungen standen. Der in Kahnsdorf wohnende Gemeinderatsabgeordnete Michael Günther hörte immer wieder Fragen nach dem Ende der Baumaßnahmen. Neben Pendlern nutzen auch Radtouristen auf dem Pleißeradweg und auf dem Lutherweg die Brücke.

Dass die jetzt wieder zur Verfügung steht, hält Günther für ausgesprochen wichtig. Gleichzeitig findet er es „traurig, dass es keine neue geworden ist“. Dabei sei die Gemeinde vor einigen Jahren schon mal nahe dran gewesen, auf eigene Rechnung eine neue Brücke zu bauen. Doch das Geld, so Günther, sei damals umgeleitet worden für den Bau des Parkplatzes vor der Parkarena in Neukieritzsch.

Für ein langes Leben der sanierten Brücke soll künftig der konstruktive Holzschutz sorgen, der heute besser sei als in den 1990er Jahren, wie Hertzsch sagt. Außerdem will die Gemeinde auf die Wartung achten. Zweimal jährlich soll das Bauwerk kontrolliert werden, regelmäßig soll der Holzschutz erneuert werden, kündigt der Bauamtsleiter an.

Von André Neumann

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