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Borna Sanierung der alten Pumpstation in Böhlen beginnt später
Region Borna Sanierung der alten Pumpstation in Böhlen beginnt später
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22:15 17.07.2012
Stinkt: Die Pumpstation in der Waldstraße in Böhlen ist dringend überholungsbedürftig. Quelle: Jakob Richter
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Böhlen

Eine solche Geruchsbelästigung müsse heute nicht mehr sein. Momentan laufen beim Abwasserzweckverband Espenhain (AZV), dem Betreiber der Anlage, die Planungen für eine Sanierung. „Nach dem Umbau ist der Gestank weg", verspricht der Geschäftsführer des AZV, Sven Lindstedt.

Der unangenehme Geruch mitten im Wohngebiet – er beschäftigt die Böhlener schon lange. „Das geht seit Jahren", sagt der amtierende Bürgermeister Udo Bonk. Beschwerden gab es, sie liefen aber ins Leere. Er habe vor Jahren Unterschriften gesammelt, erzählt Hänisch. Was daraus wurde, weiß der 59-Jährige nicht.

Die 1994 erbaute Anlage blieb jedenfalls wie sie war. Ihre Überholung sei überfällig, räumt Lindstedt ein und berichtet, dass er „das Erbe" von seinem Vorgänger übernommen habe. Ohne die konkreten Mengen aus dem Generalentwässerungsplan aber sei ein Umbau nicht sinnvoll gewesen.

Im August war der Baubeginn vorgesehen. „Wir werden diesen Termin nicht halten können", sagt Lindstedt und betont, dass die Verzögerungen nicht eintreten, „weil einer auf die Bremse tritt." Vielmehr gehe es um eine langfristige Lösung, die auch die Untere Wasserbehörde mitträgt. Er habe bei diesem Projekt „keine Lust auf einen Schnellschuss".Letzterer wäre ohnehin nicht machbar. Für die Anlage bedarf es mehrerer Genehmigungen.

Die geplanten baulichen Veränderungen der Pumpstation werden auf Nachhaltigkeit ausgerichtet: Die Fachleute haben sich auf einen Zeitraum bis 2022/2023 festgelegt. Auf der Grundlage des Generalentwässerungskonzeptes der Stadt Böhlen werde bedarfsgerecht gebaut. Nach diesem Zeitraum müsse gegebenenfalls „mit wenig Mitteln" angepasst werden.

Zwei Planungsbüros aus Leipzig übernehmen die Fachplanungen. Der AZV kalkuliert mit Kosten von 650 000 Euro, der Eigenanteil der Stadt Böhlen beläuft sich auf rund 220 000 Euro. Das Geld sei im Haushalt eingestellt.

Nach Aussagen des Zweckverbandes wird es nach der Sanierung nicht mehr stinken. Die Gespräche zu technischen Details laufen noch. Offen stehendes Abwasser im Becken werde es dann nicht mehr geben, sagt Lindstedt.

Ein anderes Problem aber wird sich mit der Modernisierung der Pumpstation nicht wirklich ändern. Bei Starkregen kommt es im Wohngebiet häufig zu Problemen, weil das Schleusensystem versagt und das Abwasser nach oben drückt. Eine Rückstausicherung ist für die Grundstücke unerlässlich, so Lindstedt.

Saskia Grätz

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