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Sanierung des Pegauer Sportlerheims kostet 100.000 Euro mehr

"Zahlreiche Überraschungen" Sanierung des Pegauer Sportlerheims kostet 100.000 Euro mehr

Die Sanierungsarbeiten am Sportlerheim des TuS Pegau 1903 werden deutlich teurer als erwartet. Das hat Bürgermeister Frank Rösel (parteilos) bekannt gegeben. Waren bisher rund 300.000 Euro veranschlagt, rechnet die Stadtverwaltung nunmehr mit mehr als 400.000 Euro.

Die Keller sind verfüllt, nun wird der Fußboden eingebaut: Die Arbeiten am Sportlerheim in Pegau gehen voran, werden aber teurer.

Quelle: Julia Tonne

Pegau. "Bei den Arbeiten in den vergangenen Monaten sind zahlreiche Überraschungen zu Tage getreten, die vorher nicht absehbar waren", begründet der Rathauschef. So waren beispielsweise als "tragend" eingezeichnete Wände nicht als solche zu benennen. "Es hat sich herausgestellt, dass sie zum Teil innen hohl waren", sagt Rösel. Auch die eine oder andere Mauer entpuppte sich als hohl und musste komplett neu aufgebaut werden. Hinzu kamen Pfeiler, die laut alten Aufzeichnungen mit Fundamenten ausgestattet sein sollten, es aber nicht waren.

Wie berichtet, wird das Vereinshaus nach dem verheerenden Hochwasser vor zwei Jahren derzeit komplett saniert. Die Kellerräume sind mittlerweile verfüllt, sie dienten bisher vorrangig als Standort für Leitungen und Kabel. Diese werden nun im Erdgeschoss untergebracht. Auch die Heizung wurde schon im Hauptgebäude installiert, sie hatte ihr Domizil bisher im Nebengelass. "Derzeit wird der Fußboden neu aufgebaut", sagt Rösel.

Nach dem Hochwasser haben Vereinsmitglieder schon zahlreiche Arbeitsstunden und auch Geld in die Sanierung investiert. So konnten bereits die Kabinentrakte im Sporthaus und im Haus 2 von den Sportlern vor zwei Jahren wieder hergerichtet werden. Rund 40.000 Euro haben sie in die Bauarbeiten gesteckt.

Die Stadt selbst rechnete bisher mit weiteren 300.000 Euro für die komplette Sanierung. In Anbetracht der baulichen Überraschungen hat der Rathauschef allerdings neu kalkulieren müssen. Und die aktuelle Summe beläuft sich auf insgesamt über 400.000 Euro. Das Geld kommt als Fördermittel zur Beseitigung der Hochwasserschäden vom Freistaat.

In den kommenden Wochen stehen unter anderem noch die Neuordnung der Räume, der Einbau neuer Fenster und Türen sowie Putzarbeiten auf dem Plan. Nach der Fertigstellung des Gebäudes will der TuS Pegau 1903 die Räume der früheren Wirts-Wohnung als Vereinsräume nutzen. Zudem übernehmen die Sportler als Betreiber die Gaststätte, die dann nicht mehr täglich für die Öffentlichkeit geöffnet sein wird, sondern vorrangig für Veranstaltungen des Vereins dient.

Wenn nicht noch weitere unvorhergesehene Gebäudeschäden auftauchen, kann das Sportlerheim im Frühjahr in Betrieb gehen - also pünktlich zu Saisonbeginn.

Julia Tonne

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