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Sanierung des Schwimmbeckens wird mit einer Million Euro gefördert

Stadtbad Pegau Sanierung des Schwimmbeckens wird mit einer Million Euro gefördert

Um Fördermittel für die Sanierung des Stadtbads hat die Stadt Pegau lange, aber bisher erfolglos gekämpft. Nun haben die Bemühungen doch noch Erfolg. Von der Sächsischen Aufbaubank (SAB) bekommt die Stadt rund eine Million Euro. Nach Ende der diesjährigen Badesaison, etwa Ende August, soll die Sanierung des Schwimmbeckens beginnen.

Das Schwimmbecken des Pegauer Stadtbads verliert täglich wegen erheblicher Schäden an Wänden und im Boden 200 Kubikmeter Wasser.

Quelle: Hans-Hermann Koch

Pegau. Um Fördermittel für die Sanierung des Stadtbads hat die Stadt Pegau lange, aber bisher erfolglos gekämpft. Nun haben die Bemühungen doch noch Erfolg. Von der Sächsischen Aufbaubank (SAB) bekommt die Stadt rund eine Million Euro. „Die Zusage kam gerade vor ein paar Tagen“, hatte Bürgermeister Frank Rösel am Mittwoch dem Stadtrat freudig verkündet. Nach Ende der diesjährigen Badesaison, etwa Ende August, solle die Sanierung des Schwimmbeckens beginnen.

Wie Rösel betonte, sei das Becken durch die vergangenen Hochwasser stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Laut Bauamtsleiter Gunther Grothe gebe es zahlreiche Risse im Boden und in den Wänden, was zu erheblichen Wasserverlusten führe. So würden täglich rund 200 Kubikmeter Wasser in eben diesen Rissen verschwinden, was einer Menge von etwa 200 vollen Badewannen entspricht. „Wir müssen zwar zur Kompensation kein Trinkwasser entnehmen, da wir einen eigenen Brunnen haben, aber dennoch ist eine grundlegende Sanierung unumgänglich“, macht der Bauamtschef deutlich. Das Becken soll vollständig neu mit Folie ausgekleidet werden, nachdem die Schäden ausgebessert wurden. Außerdem sollen neue Zu- und Abläufe entstehen, die Brücke, die quer durch die Becken verläuft, wird den bisherigen Planungen zufolge erneuert. „Das Becken bleibt nur in seiner Größe erhalten, hinterher werden es die Besucher kaum wiedererkennen“, sagt Grothe.

Doch nicht nur die Sanierung des Beckens steht zur Diskussion, Instandsetzungsarbeiten sind auf dem gesamten 1964 angelegten Areal notwendig. So seien die Fußböden und zahlreiche Fenster in den Umkleideräumen noch die ursprünglichen, „auch an den Wänden muss was gemacht werden“. Angedacht seien unter anderem eine bessere Belichtung und Belüftung. Außerdem erhalten die Wege neues Pflaster. Grothe kalkuliert für die Sanierung rund um das Becken noch einmal rund 300 000 Euro. Er hofft, dass Ende Juni 2017 alles fertig ist, damit es in den Sommerferien im nächsten Jahr ausgiebig genutzt werden kann. Ob der Termin zu halten ist, hänge jedoch vom kommenden Winter ab.

Für den Spielplatz, der auf dem Gelände neu entstehen soll und unter dem Motto „Ein Tag am Strand“ steht, sei die Ausschreibung derzeit in vollem Gange. Geplant sind laut Grothe ein riesiger Strandkorb, der dem Klettern und Rutschen dient, ein Schiff, Wipptiere und eine Hängemattenschaukel. Mit rund 100 000 Euro schlägt noch einmal der Spielplatz zu Buche. Allerdings gibt es im Rahmen des Förderprogramms „Stadtumbau Ost“ auch dafür Fördermittel von der SAB in Höhe von Zweidrittel. Im Mai soll mit den Bauarbeiten begonnen werden, Ende Juni könne er dann von den Kindern in Beschlag genommen werden – vorausgesetzt, die Lieferfristen verzögern sich nicht. Doch der Spielplatz ist künftig nicht nur von den Badbesuchern zu nutzen, sondern sei auch außerhalb der Badesaison zugänglich. Dafür solle ein Zugang von außen entstehen. In die von der Stadt aufzubringenden Eigenmittel fließen nach Aussage von Rösel auch die Spenden ein, die sich der frühere Rathauschef Peter Bringer anlässlich seines Abschieds gewünscht hatte. „6000 Euro sind bisher zusammengekommen“, erklärte Rösel bei der Stadtratssitzung am Mittwoch. Ihn freut die Zusage über die Fördermittel deshalb so sehr, „weil die Pegauer an ihrem Bad hängen“. Einen See, wie andere Kommunen ihn hätten, könne die Stadt schließlich nicht vorweisen.

Von Julia Tonne

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