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Borna Sanierung in Regis nach 25 Jahren offiziell beendet
Region Borna Sanierung in Regis nach 25 Jahren offiziell beendet
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20:24 11.10.2018
Nur Schottermehl auf dem Marktplatz von Regis-Breitingen: Dessen Gestaltung erntete jetzt beim förmlichen Abschluss der Stadtsanierung im Stadtrat Kritik. Quelle: Jens Paul Taubert
Regis-Breitingen

Die Stadtkernsanierung im Stadtteil Regis von Regis-Breitingen ist jetzt vom Stadtrat offiziell für beendet erklärt worden. In den vergangenen 25 Jahren wurden in dem reichlich 14 Hektar großen Sanierungsgebiet rund 2,2 Millionen Euro Fördergeld ausgegeben. Zwei Drittel davon kamen vom Bund und vom Freistaat Sachsen, das restliche Drittel von der Stadt.

Geld für Straßen, Wege, Plätze und Grün

Das Geld floss überwiegend in öffentliche Infrastruktur. Rund 95 Prozent aller öffentlichen Straßen, Wege und Plätze sowie Grünbereiche im Sanierungsgebiet wurden erneuert und neu gestaltet. Zehn Straßen und Wege wurden neu gebaut, öffentliche Beleuchtung von Straßen, Wegen und Plätzen erneuert. Als Aushängeschild gilt die Sanierung des Marktplatzes mit dem Halbfaßbrunnen. Für die Sanierung des historischen Brunnens im Jahr 2013 hatten viele Einwohner und Firmen Geld gespendet.

Kritik am Schottermehl auf dem Markt

Bei der förmlichen Beendigung der Stadtsanierung erntete gerade der Marktplatz jetzt aber auch Kritik im Stadtrat. Werner Heiche (FDP) bezeichnete dessen Gestaltung angesichts der nur mit Schottermehl belegten Fläche als „nicht erfolgreich“. Der Marktplatz sei das Aushängeschild der Stadt, so Heiche, „da hätten wir woanders sparen müssen“. Stadtrat Klaus-Peter Katzbach (Linke) sieht das Defizit bezüglich des Marktplatzes eher woanders, bei der Stadt und ihren Bewohnern selbst: „Wir nutzen ihn zu wenig“, sagte er.

Etwa 160 Baumaßnahmen ohne Fördermittel

Knapp zehn Prozent der eingesetzten Fördermittel wurden an private Bauherren ausgezahlt für 31 private Wohngebäude. 100 000 Euro flossen als Zuschuss in die Sanierung der Stadtkirche.

Laut Abschlussbericht des betreuenden Sanierungsbüros habe die Stadtsanierung auch darüber hinaus private Bautätigkeit angestoßen. Es seien rund 160 Baumaßnahmen registriert worden, die ohne Fördermittel erfolgten.

Stadt verzichtet auf Ausgleichsbeiträge

Am Ende des Sanierungszeitraumes verzichtete die Stadtverwaltung darauf, in Regis von den Grundstückseigentümern Ausgleichsbeiträge für gestiegene Grundstückswerte abzuschöpfen. Der dafür erforderliche bürokratische Aufwand hätte das nicht gerechtfertigt. Die Stadt musste dafür den theoretischen Abschöpfungsbetrag von knapp 100 000 Euro noch in Sanierungsvorhaben investieren. Mit dem Geld wurden die Fassade des Rathauses saniert und der Spielplatz in der Kirchstraße erneuert.

Nun noch Löschung beim Grundbuchamt

Eine praktische Auswirkung des Stadtratsbeschlusses betrifft nun noch die Grundstückseigentümer im Sanierungsgebiet. Die Stadt muss, das ist Teil des Stadtratsbeschlusses, beim Grundbuchamt dafür Sorge tragen, dass die Sanierungsvermerke gelöscht werden.

Von André Neumann

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